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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Eap. von den Zwistigkeiten.

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ist. Weil sich dieselbe aber eigentlich um die letzte Zeitder Periode, die wir beschreiben, mit Herr Heynen er«hoben, und man noch eine oder die andere wichtigeSchrift, insonderheit von Herrn Baumgarten inder Sache erwartet, so mag sie ruhen, bis in den fol-gen Theil, wo Herr Bück eine der ersten Stellenunter den Seelenschlafern erhalten soll.

Die Gedanken von dem Zustand der Binder-seelen brachte Herr Schubert nach der ihm gewöhn-lichen Lebhaftigkeit bald zu mchrer Vollkommenheit.

Er erzehlte in seinen Gedanken vom Jüngsten Ge-kickt davon folgendes: r) Die Bmdersteren ge-langen nach dem Tode zu deutlichen Begriffen, ob siegleich nicht wissen, daß sie jemals menschliche Seelengewesen. Da ihnen nun die Grundsätze eingepflan-zet sind, aus welchen die Unsterblichkeit der Seele,die Lvurklichkcit Gottes, und seine übrige Eigen-schaften, nach der Vernunft erkannt werden, so muß , .

eine solche Seele zu der Erkenntnis Gottes, und >h» kigen an ha reu Dieses solle das Exempel derrcr Unsterblichkeit nothwendig gelangen. Sie wer- verstorbenen Frau D.S-enkenbermn bestätigen,den GorrcS Güte und Liebe erkennen, und daraus! Won dieser erzehlet ihr Eheliebster, als von derhoffen, daß er die selig machen werde, die sich seiner! seligen hinterlassener Wittwer, folgendes: Er habeLiebe nicht unfähig gemacht haben. Da sie sich nun den Tag vor ihrer Beerdigung gegen seinen Bruderihres vorigen Zustandes nicht zu erinnern wissen, so von eben diesem Aufenthalt der abgeschiedenen Sec-

einigen Theilen fortgesetzt. In der andern Samm-lung waren unter andern die letzten Reden der FrauDocror Seckenbergin zu Frankfurt am Mayn ent-halten. Hierbei) ward der Aufenthalt der abgeschie-denen Seelen bey den Ihrigen, wo nicht vor bestän-dig, dennoch in den ersten Tagen nach ihrem seligenAbschied, ganz zuverlaßig vorgetragen. Der Her-ausgeber hielt es vor ein Problema, sagte, es sey schonlange also unter den Gottesgelehrcen bekant gewe-sen, und berief sich unter andern auf den ältern D.Leyser, der in der fortgesetzten Harmon e geschrie-ben : Idlon cielunc Ibcolvgi non concemnoncii nomi-ni;, gui lcnnunt, guanäo vere creäenr Lbriülsnurmoritun, rum anirnam non procul auolsre a corpore.Hieraus schloß HerrBürckmann,eS müsse schon ein denalten Theologen nicht unbekanter Satz gewesen seyn,daß die Seelen der Versto denen sich nach ih-rem !el. abschied noch <i igeTage bey den Ih-

glauben sie, daß sie GOtt niemals durch eine ^ündeerzürnet haben. Sie eignen sich also schon mir vol-

len bey den Ihrigen geredet Da habe es an derThür dreymal ganz vernehmlich angeklopft, und sey

lcm Vertrauen ihre Glückseligkeit zu, und warten l^och niemand vor der Thür gcwest. Dieses sey baldaus die künftige Herrlichkeit. Wie viel fehlt noch, hernach zum zweytenmal an den Kleiderschrank in der

so hat man schon den seligmachenden Glauben derKinder in jener Weit, oder doch etwa» veittselvenähnliches aus den Gründen der Vernunft erwiesen cWird nicht die Zeit der Vollendung und des Schau-

ens, zur Zeit des Glaubens, oder wenigstens zur -zeitder Hofnung gemacht? 5)

>L>tube geschehen, wo es wieder dreymal angeklopfet.Daben sey es zugleich aewesen, als ginge etwas zwi-schen ihnen durch, und zwar nicht dem Gesicht, son-dern dem Gefühl nach. Eine Stnnde hernach hat-

ten beyde, er und sein Bruder, nebst der Magd, diees vorher nicht glauben wollen, in dem Zimmer, wo

7 >„f°»ch-,Iw der abg-schi-s-n-» s«le -m n-u-r M «„> es

rnesnnnn.n k.-. 'hu alle,ne angegangen.

Aus einem so klaren Exempel machte Herr Bück-

Krieg entsponnen, woran die Philosophie keinenTheil gehabt. Vielleicht wäre eö nach der Meynungdes einen Theils gar unterblieben, wo man mehr phi-losophiret hatte: Die Sache verhält sich so: Es kamvon Herr Christoph Bürk .anncn Diacono zuNürnberg unter Vorsehung der Buchstaben L. L.

man' den Schluß, der Satz, den er oben behau-ptet, sey wahr, und falsch, wenn man spreche: Kal-ium 6ari inccr mormoz Lc viuo; cvmmerciam. Die

Schrift ward in den Regenspurger wLchencli-

I) L. folgende Schrift heraus: Bündlern der Ee ! 7 lachrrchren von gelehrten Sachen 1745beningen, oder frommer Bnechre letzte Beden ^ erzehlet. ^Ma»

vor ihrem U -rergang aus der Zeit rn die ,clige ". ^ " ""

Lwigkeit r) Nürnberg 1744. in 8- Die ward m

r) Schuberts Gedanken von Jüngsten Gericht, x.- g6.

s) Nachrichten von den neuest, theolog. Büchern. D H

6r6. »

r) Götting. geb Zeit- A. 174;. p. 2,8.

critisirte erstlich darüber, daß sie dem Herrn Seniorttrlopcrger zu Augspurg dediciret war, u) unddachte an dessen vormals wegen des Zustandes derSeele nach dem Tode gehabte Streitigkeiten. Mansagte, die Schrift müsse ohne Ecnsur gedruckt seyn,

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v) llnstreKirchenhistötie 1'. II.p.75x.