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I. Cap. von de« .Zsststigkeiien.
tion der Vater ttberernstimme. So vielZeugnisse derWarheik Muratori hierbey abgelegt hatte: so hatteer doch die Vorsicht gebraucht, dieselbe alle so ein»zukleidcn, dasi man ihn vor einen guten Eatholickensolte paßiren lassen, u)
Allein der Eifer der Leute, die aus blinden Aber-glauben ein solches Gelübde auf sich genommen,wurde noch mehr erhitzt. Es kam aus Sicilien eineheftige Schrift nach der andern wider den gutenMuratori geflogen, und Gelehrte, die ahm in keienem Stück der Wissenschaften gleich kamen, über-wanden ihn an Frechheit und Dreistigkeit um soviel leichter, da sie sich allemal am Römischen Hofemehr Gunst, als ihrem Widersacher, versprechentonten, x) Wir wollen nur die Titul solcher Schrif-ten hieher setzen , damit die Leser selber urtheilenkönnen, ob es sich der Mühe verlohnet, nicht etwadie unbefleckte Empsirngniß den H. Jungfrauselbst, sondern ein so thörichtes Gelübde deshalbenzu vertheidigen: i) I.eccsrs al'8iZn. ^7»-
^/H> intorno al luo Ichro nuovamems publicaro:Oe lupcrlliüone vitanlla Palermo 1741. Der P.z.rchntlns ein Jesuit, sonst aus Venedig gebür-tig , hat sie verfertiget. 2) I.ertera lli
all Antonio bamprilli ----- Palermo »741.Der Jesuit Trigomr hat sie ans Licht gesteilet.g) Os piccuts in Ociparam ampliücanlla Oillerkariolluplex 1741. Der Urheber des Streits, der Je-suit Frmiclfcus Dorgio, hat dieselbe aufgesetzt,und wieder unter dem Nahmen L-nllilli l^rrbeno-timi herausgegeben. Hier ward das doppelte Ge-lübde vor die Beschützung der unbefleckten Empfäng-niß Mariä'erkläret und vertheidiget. 4) bampeillin,lleteöiu; calligatu;, leuincemersca: bll.rriunoc concrpti-oni! maANLNlmo vc>rc> vel uxgus all languinem pro-pugnarr. 5741. in 4.
)) i.a l'enra rnabcbera al 8ign. bullov.
llel ?. Der Verfasser ist
kein Jesuit, sondern ein Augustiner. 6) bamprill,-U! all Irminsm revoeams; die Schrift ist ziemlichwcizläufrig, und hat den Joseph Igmrtius, ei-nen Professor der Gottesgclahrheit zu Palermozum Verfasser. Er beweise: darinne, oder will esvielmehr, wie die Maria ohne alle Erbsünde gewe-sen, und nie gesündigct habe. 7) kilpolia all unKavaliers crulluo 1741. Der Verfasser ist dcrP.Lffelcl). dl Eorcuzo. 8) llelrera al Lminenriliimn8irz. Larllinals bl. 1741. 7) y) druovi kervorillslla Lira lli kalermo, cllcila 8icilia in oüeguiolle!!'Immavolata Loncer?iiono lli bllaria Vereine, davon
u) lllillonco-kicclel'. 7 °. VIH. p. »zr-iz^.x) Götting. gel. Zeit. A. 174;. k- -t»/. 5 eg.
7) Leipz. gkl- Zeit,A- «745- k'4)Z.
ein Eanonicus, Nahmens Moirgircre, Verfasser.io) kuratco llclla falsa Oorrrina lli I.aminllo krira-niv elpaüo lla Der Verfas-
ser derftlben soll der Pater Jgnatius gewesen seyn.i r) krarri, t7o«oDisterlacio kbcolog. in vin-
llicür cercimlliner Immaculata: conccpciomz 8.2ckarlaeVirginiz, allrerüu ^nronii ^amprillii ^nimallrerüc»-ncs in ypulculo lle lu^srliitione vicanlla 1742. r) 4
Wieder so mancherley Angriffe suchte sich HerrMurckeoci auf einmal zu vertheidigen. Es erschienalso: Lpiliolw, liuo /eppsallix
all librum ^nronii b-amprillii lls ^uperliicione vican-lla, vbi vorum ssnZuinarium reelle oppuZnarum, ma-le propugnacum olicallikur Venedig und Meyland174z. in 4. a) Unter diesem Nahmen entkräfte-te Ä furnrorl die Einwürfe seiner sämtlichen Geg-ner, protestirte aber dabey immer, daß er weder dieunbefleckte Empfängnis Maria selbst, noch die Aus-sprüche des Römischen StulS von derselben bestrei-ken wolle, wenn er wider den Aberglauben verfe-rtigen schreibe, welche vor eine noch nicht ganz aus-gemachte Sache, wie diese, Blut und Leben aufzu-setzen sich durch Gelübde anheischig machen. Erhatte unter andern die Gründe gcprüfet, welcheder P. de Lttcll zu Venedig in einer besondern zuTrient, und hernach zweymal zu Neapel gedrucktenAbhandlung von dem Gelübde über- dre vnbe-fleckcs Empfängnis, vorgebracht, und dieselbeüber den Hausen geworfen.
Dieser fand also vor nöthig zu antworten. Eserschien: Lonfulano t'ex priorum cplllolarum ex eolibro, cui kituluz eii: kerllinanlli Valllelll Lpisto-I.?, liuc appenllix öcc. Mayland 1744. in 8- b)Er gab vor, sein Gegner habe das Decret Alexan-der dos Vll. sehr unrecht erkläret: c) die unbe-fleckte Empfäugniß werde von der ganzen Kirchegeglaubt, und vor gewiß gehalten', die Gründedes Valdesii hingegen wären so bctrüglich, als dieübrigen Einwürfe schlecht und elend wären.
Allein nun kam der berühmte Lami mit in denStreit. Der hatte, wir wissen nicht, in welcherSchrift, auch von der Streitigkeit seine Meynuugdahin eröfuec; wie daß kein Vciilönfriger Carho-lrci? den Satz von der unbefleckten EmpfäugnißMaria vor theologisch gewiß, sondern nur für einefromme und löbliche Meynung ausgebe. Vorhingedachter P. Johann de Lvea ließ also bey derbald erfolgten neuen Auflage seiner vorigen Wie,Ceccc 2 der
7) Gvtting. gel. Zeitungen. A. »745. x. 416. leg. 475.
1-g.
! H Götting. gel. Zeitungen A. »74^ x». 17. ;zz.
b) Lcipz. gel. Zcn. A. »744. x. 5^4-l c) So'tking. gel. Zeit. A. 1744. k- zo;.