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Hl. Fortsetzung von 1741. bis ,745.
dachten in der Sache geschrieben, als was die Tri>denkinischrn Schlüsse selber mit so viel Worten zuglauben anbefohlen: Lonum akgus vule este,lus>pli.ei'ccr ianAnr invocare, und wie er noch dafür halte,daß diejenigen, welche j» Salzburg die Anrufungder Heiligen, als eine zur Seligkeit nothwendigeSache ausgeben, eine neue Lehre in die Kirche ein-führen. Schließlich bittet er mit sehr nachdrückli-chen Worten, ihm seine gekränkte Ehre wieder her»zustellen, ober, wo man etwas an seinem Vertragauszusetzen habe, solches in Schriften thun, und nichtden gemeinen Mann mit Lästerungen und Betrüge-reyen von einem auswärtigen Gelehrten unterhal-te u. s. w.
Diese« Schreiben beantwortete der Rrctor P.Gregor.us Honer, leugnete darinne die zu Salz-burg wider den Herrn Murarori ausgesprengteVerleumdungen gänzlich, gestund aber dabey, daßden Salzburgischen Gelehrten des Murarori Buchdarum nicht gefalle, weil er die Lehre von der unbe-fieckten Empfängnis der heil. Jungfrau so gering-schätzig tractire. Sie hätten sich bey dastger hohenSchule schon seit A. 1697. zu Behauptung dieser Leh-re eidlich verbunden: die Lehre von der Noth-wendigkeit der Anbetung der Heiligen sey nicht neu,und der Schluß sey eben so wenig richtig: Weil dietzlnruffung der heil. Jungfrau nothwendig ist,sd »st Christus nicht der einige Erlöser; alswenn man schliessen wolte: Weil die guten Werkenothwendig sind, so hat Christus nicht genug gethan:daß man von ihm und seinen Schnften zu Salzburgbisher ungleich geurtheilet, daran wären dir Neu-linge schuld, welche sich des Muratorischen Nahmensund Ansehens bedienet, ihre Irrthümer und gefähr-liche Meynungen desto eher unter die Leute zu brin-gen. Auch auf dieses Schreiben hat Herr LNura-rori so gründlich, und mit solchem Nachdruck geant-wartet, daß wir glauben, wenn alle Papisten so wi-der die Nothwendigkeit der Heiligen Anbetung ant-worten und beweisen tönten, so würde nicht viel mehrübrig bleiben, das ihnen die Protestanten als Abgöt-terry, vorwerffen dürften m)
Wir haben vorhin der Erbaulichen Andach-ten des Herrn Muratori gedacht. Diese kamenA. »72z. zu Venedig unter dem Tikul: Llcrciri 8p>-rikusl» äel k. Pools juniore heraus, und Herr Mtt-rarori hat sich bey diesen Streitigkeiten öffentlich zuDenselben bekennet. Man hat sie in Italien selberoft aufgelegt. Unter andern hatte der Verfahr der-selben auch da, wie bisher geschrieben: Es sey dieAndacht zu der Jungfrau Maria und den
Heiligen zwarrine gure Sache, aber nicht noth,wendig; allein die zur H. Dreyeinigkeit unddem HErrn JEsn sey nothwendig und müssejener weit vorgezogen werden - Das stund einemSiciliamschen Gegner des Herrn Murarori, den,P. Anron Ignae. Mancosr nicht an. Er sprichtdaher: Irionti zrell» Oivorione ckclla Klaäreäi viaelsluki ü» vo pio laceräoce luv minimo 8cbi<>vc»Palermo 1744. Dieser Sclave der JungfrauMaria war ein eifriger Jesuit. Er vertheidigtedie Nothwendigst der Vorbitte Maria zurSeligkeit sowol, als auch ihrer und derHeiligen An,rufung in einem so hohen Grad, daß sie eben sonothwendig als die Anbetung der H. Dreyeinigkeitund IEsu selber sey. 0)
XXVIII.
Wer hat noch über den Probabilismumgestritten?
Man muß sich aus dem vorhergehenden sagen las-sen, worauf es eigentlich bey diesem Streit an-kömmt. 0) Mir führen nur kürzlich an, wie er inunsern Tagen wieder rege geworden. Ein Domini-caner zu Lucca, Daniel Concina schrieb vor einpaar Jahren ein weitläuftiges Werk: p) velU 8co-ria äd krobabiliimo, a ctel lligoriiloo, Oillereorionireologicc, woeali e crieicke See. 1744. in zweyQuartbanden. Er hatte darin die ganze Materievon Probabilismo untersucht, und d»e vielcrley Strei-tigkeiten, die besonders zu neuern Zeiten darüber ent-standen,nicht allein historisch erzehlet, sondern auch rich-ternräßig entschieden. Darwiever kraktzu Verona einebeiffende Sacyre in lateinischen Versen ans Licht: ?.! 4 . X. Oogucrelu?robabi!istarum sä?arrcin/>^-»e/e«1744. in 8-Der Verfasser speyet dar-inne wider alle diejenige, die als Vertheidiger desProdabilismi betank geworden. Gift und Galleaus,und hält diese ganze Lehre nicht für würdig, daß einvernünftiger Mensch deswegen zwey Worte verliere;hat sich aber sonst guter Gründe darwider bedienet.
Nicht lange hernach erfolgte ein neuer Angrif:övverccnro concrapoll« alia Itoria äe! proksbüiimo,icriuo äcl ?. Daniel Loncina. Einsicdeln 1744. groß4. Der Verfasser machte über die Historie des P.Conculä Anmerkungen, und vertheidigte die Got-tesgclehrten, so darinne waren angegriffen worden.Er beschuldigte unter andern den Loncrna , daßer das Wort probabrlismus gcmißbrauchet, odernicht verstanden habe. g) Die Liebhaber des Pro-
babilisinj
n) NSrting. gel. Zeit- A. 174;. ?- 44z.0 ) Diese Kirchevhiston« ll- p. ,« 7 .p) d«p;. gel. Zeit. A. »745- p- '47- »4S.K'pi A, »745- k-
») Historien » LccI. 1°. V. IZZ. 1a VI.. v. IvZ-
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