I. Cap. von den Iwistigkciten.
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babilismi durften sich über diese, sonst wohlgerathe-n, Vertheidigung nicht lange freuen : Denn mansahe noch in eben dem Jahr : De Principe Zul- in-commollo, cju5gue rcmcciio D-aloZi <luo Anonymi/iuäiori; unter der Aufschrift Eöiln 1744. in 8.Der Verfasser solte Joseph ToreUr ein Veroneserseyn, der unter der Decke eines Layen die Meynun-gen der theologischen Sittenlehrer, welchem Italiensonderlich zu weit getrieben worden/ lächerlich ma-chen , und den Jesuiten eines anhengen wolte.Eben diesen Verfasser wolte man ein ander Gespräche, so um eben die Zeit hervor tratt, zueignenDc probabili vira: mvrumgue rcgula Dialogux inrerDa^mannum 6c kbiloparrum. Die wahrscheinlicheMeynung ward darinne, als eine solche, beschrie-ben , welche, da sie nicht wahr sey , dennoch vor
ve 6urrn3nmo 8. Dominier Lcemmare 1740. druckenlassen, x)
2/Auf der Insul ZTlsrdskrand, welche zu Schles-wig gehöret und setzo unter Königl. Dänischen Ge-biete stehet, that sich eine weitläuftige Awistigkeithervor, welche mit dem, was wegen des Ianseni-stischen Streits über des Erzbißthum Utrecht erzeh-let worden, in genauer Vrrwandschaft stehet. DenEatholischen auf gedachter Insul war vom Anfangihres dasigen Etablissements die freye Religions-übung und ihr öffentlicher Gottesdienst zugestanden.Sie nahmen in dem vorigen Jahrhundert ihreGeistlichen aus den Niederlanden, und wurden vonden Patribus Oratorii zu Löwen und LNechelridamit versehn, weil die Einwohner meist aus Hol-ländern bestunden. Ein solcher Geistlicher ward
wahr gehalten werden könne, und der Verfasser er- von dem Erzbischof zu Utrecht bestätiget, und stund
grif dabey Gelegenheit sich auf die Rechnung derJesuitischen Sittenlehre lustig zu machen, r)
XXIX.
Was ist noch von andern Streitigkeiten derRömischen Kirche zu gedenken ?
Es ist noch unterschiedliches anzumerken :
i. Die Dominicaner haben seit langer Zeit vor-gegeben , daß ihr Stifter Donnmcus', aus demnunmehro Fürstl. Gcschleche Gnzmann entsprossensey^ Diese Ehre aber hat ihnen der berühmte Anr-wcrpische Jesuit WUHelm Lnpee streitig gemacht,als er in dem ersten Toms der ^Äorum 88. desMonats August die Sache untersucht und dargethan,daß solches Vorgeben keinen gewissen Grund habe.Er hat dadurch den Zorn dieser Ordenöleute gewal-tig gereitzet 5) Man hat wieder ihn in Predigtenlosgezogen und ihm viel harte Schriften entgegengestellct. Von diesen sind vornemlich folgende alsdie besten zu merken : Vis cie 8. Dornn, igue psr le?. Paris 17Z9. in 4to. Ohngeachtet der
berühmte Touron mit den abergläubischen Erzehlun-gen seiner Ordensbruder sonst nicht zufrieden ist;so behauptet er hier doch, daß der Stifter seines
hernach in geistlichen Dingen mit seiner Gemeineunter dessen Erzbischöflichen Gerichtbarkeit. Alsgedachte Patres keine Ordensleure mehr dahinschicken wölken, so pflegte die erledigte Stelle durchden Erzbischof, oder den Vicarium des ErzstiftSbesetzet zu werden, wie denn Herr Gerhard Eger-wys, der sein Amt bis 1740. verwaltet, von demErzbischof Lddde schon A. 1687. dahin gesandtworden. Bey dem nachhero erfolgten, und vorhinerzehlten Unruhen im Utrechtischen Erzstift hielt diekatholische Gemeine auf der Insul Nordstrand im-mer getrost bey demselben aus. Der VicariuS desErzstifts Sseenhoven setzte A. 1722. auf ihr An-suchen einen zweyten Prediger auf gedachter Insul,Nahmens Backhuftn ein. Der legte ein paarJahr hernach sein Amt freywillig nieder , und dieStelle wurde mir Christoph von Hagden ohn«Widerspruch besetzet: nach dessen Tode 1729.Johannes Hagaerrs und nach dessen AbschiedHeinrich Loors^7Z7« zum zweyten Prediger ver-ordnet ward. Unterdessen hatten die Eatholischenzur Friedrichsstadt auch ihren eigenen Geistlichen,und die Patres Oratorii zu Löwen und Mechelnhielten auf der Insul Nordsteand jemand ausihren Mitteln , der die ihnen hieselbst zustehenden
Ordens würcklich aus gedachtem Spanischen vo^
nehmen Hause entsprossen sey. l) 2) Demonstrakiocle germsna llirpe 8. Dommici Ko.
ML a7,
Jahren der P. Düringk, der auch die Erlaubnißhatte, in einer kleinen zu Behausung gedachter Pa-
'L. ""I 2 «m gehörigen Eapclle, Hausgottesdienst zu halten.
ein spanischer Pfarrer bey Salamancn des Eupcrsangenommen, und ein Paar von seinen Gegnernwiederlegt, sondern Lupru hat es vor seinem Endenoch selber gethan, in seiner Abhandlung, die er
r) Lcip;. qel. s'cil. A. '745- ?.
;) Fortgcftztc Lamm!- v. 2l- u. N. A- 174». x. »19.r) Eben dieselbe A. »740- x. 7«9-«) Eden dieselbe A- -74'- ?- Lr6.
Das ward die Quelle der folgenden Unruhen.Denn die Herren Patres Oratorii suchten den ihnenin ihrer Wohnung, und vor sich und ihr Hausgesindenur zustehenden Gottesdienst in einen öffentlichenzu verwandeln , und die bisher zu der ordentlichenKirche sich haltende Inwohner an sich zu ziehen.
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») Fortgcstzte Sammlung vonA. und N. A. -74-- x-" 0 .