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M. Fortsetzung von 1741. b,s 1745.
Sie thaten allerhand Versuche, wozu ihnen nur
der zerrüttete Zustand des ErzbißthumS Utrecht Gelegenheit gab. Allein es gelung ihnen nicht eher,als bis der alte Prediger Egcrwys 1740 verstarb.
Es wurde zwar die Besorgung der erledigten Stellesogleich von dem Ukrechtischen Erzbischef dem Herrnvon Baesc-de bis zur ordentlichen Wahl eines neuenaufgetragen : allein der Freyherr von Hörde , Bi-schof zu Flavrairopel, der sich einen VicariumApoll-stjcmn nannte, und sich schon lange, weil dasErz-stlfk unter dem Banne stand, einige geistliche Ge-richtsbarkeit über die Insul ^Tlordsirand hatte an-rnafsen wollen, bevollmächtigte einen andern, Nah-mens Baldmn ^lemhard. Dieser mästete sichan, als Bevollmachtiger des Vicarii HpotLolici,den obengedachten wegen Verwaltung der den PatribuS Oratorii zustehenden Ländereyen sich auf derInsul aufhaltenden P. Dürfngk statt des HerrnEgerwy» als ordentlichen Pfarrer bey dajigerLvömischcatholischen Gemeine zu verordnen, undzwar dergestalt, daß er nebst einem andern,der mit priesterlicher Gewalt versehen und-ihren Brudern darüber vergessen. D'k Leser wer«zu Bestellung der obgedachteu kleinen Eapeuesden wohl thun, wenn sie d>c,e Frage au» der vor,vor ei« paar Zähren dahin kommen war, er ganz zergehenden Fortsetzuicg nochmals überlesen, undallein Prediger auf der Insul seyn, auch künftig sich den Zustand der resorimrlen Slrein teilen vor.kein anderer, als der von, Bischof zu Flaviano- steilen, wie w»r ihn damals bezeichnet »erlassen,pel verordnet werden würde, ernannt und ange-'Esist in verschiedenen Stücken noch eben derselbe,nommen werden solte. Man kan leicht erachten,.Bey den andern ,st die erste Hitze verrauchet, unddaß ein solcher Eingrif in die Gerechtsame der Ge- der Streit erkaltet. Wir wollen daher erst einigemeine, und des ErzstiftS nicht so ruhig abgegan- allgemeine Anmrrckungen machen.
Z. Zu dem, was wir oben von denStreingkeilendes P. .Eourayev erzehlet, gehöret noch: l? llon-neur äe 1' Lglilr Lacholjrzue ciesenctu concre Loura-7-r dlanc/ 1742. in 12. Der Verfasser ist ein Lo-thringischer Jesuit, und will die Ausgab« der Sar«pischen Historie des Loncilü zu Tpidenk wider-legen, deren wir neulich Meldung gethan. Er istheftig und schilt sowol den Sarpj, als den Cou»rayer selbst vor Apostaten, r)
XXX.
Welche Zwistigkeiten sind noch von derReformisten Kirche anzumcrckkn?
Je mehr die Lal»tub»nar>i bey dieser Kirche zu,nehmen, desto mehr nehmen die Streitigkeiten ab.Hie herrschende Parthey der Englischen Kirche istsehr gelinde , daher werden der innern Zwistigkei-lei, auf dieser beglücklen Insel immer weniger.Man spitzet oie Waffen immer mehr und mehr wi-der die Ungläubigen, und die geben den Gotlesge.ehrten so viel zu thun, daß sie des Streitens mit
gen. Weil nun die Streitigkeiten in dem ErzstiftUtrecht kein Ende nehmen wolteu, und man sichdaher wenig Schutz versprechen konte, so wandtensich die Hauptpartieipanken auf der Insul Nord
strand an die ordentliche Landes-Herrschaf, Ihro des, und der Schweiz noch hart über der LehreKönigl. Maiestat in Dännemarck- Nachdem nun von der besondern Gnade halten ist au« ihrenKlägers und Beklagte hinlänglich gehöret worden, Schriften offenbar, und droben »n den Fragen vonso folgte unter Dem 21 Iun. 1742. aus» dem ihrer Lehre schon angezeiget worden. Es kan dabeyKönigl. Obergericht zu Gottorf der Schluß dieses am Widersprüche nicht fehlen, doch ist er bisherProcesses dahin, daß der erste in der Sache ergam nur gelegentlich und zufälliger Wessr, aber nicht in
gene Befehl durchgehend-; bestätiget, mithin demP. Druingk und seinen Consorten bey nahm»hafter Strafe auferlegt wurde, sich aller Neu-erungen gänzlich zu enthalten, den den Herrn Pa-tribus erlaubten Haußgottesdiensts nicht zu ertendi-ren, und zur ordentlichen Parochialkirche gehörigeXlembrs keineSwegeS an sich zu ziehen, sondern die-selben zu dea ordentlichen ParochialgotteSdienft zuverweisen. Beyde Theile haben die zu diesemProceß ausgearbeitete DeductioneS drucken lassen,und es komnren darinne allerhand dir IansenistiscbenUnruhen in den vereinigten Niederlanden erläu-ternde Umstände vor y)
7 ) XÄ» Uist. llscl. 1'. VU. x. 88 - p« 447, leg,
D>e Zwistigkeiten wegen der allgemeinen Gna«de find zwar noch nicht beigelegt, aber sie habendoch ziemlich geruhet. Daß d-e iXeformirren inden Niederlanden, verschiedenen Orten Deutschlan-
besondern Schriften geschehen, wenn wir den klei,nen philosophischen Streit ausnehmen, den HerrSchubert mit dem Herrn Myrrenbach nur «nAnsehung der philosophischen Beweise vom görrlt,eben Millen geführet.a) Es trat vor einigen Jah-ren eins Schrift Herfür: Rlarer und einfältigerBewe:ß, daß die Meynung der Reformirrenvon der Gnadenrvcchl, von der sonderbarenGnade, und von dem geistlichen Essen in» A-bendmal, die Evangelischlucherische nicht hin-dern
r) Forlqes Sammt. von A- u. N. A >74; p. 745,) Nachrichten von den neuest, theol- Büchern. 1. lV.k- -;z.