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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Eap. von den Zwistigkeiten.

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dern solle, mir ihnen in eine brüderliche Vereim un r zu leeren, heraus egebeil von einemFreiusling in Mestch und 2>eoar 174«. 4

Der ungenanre Verfasser wolre die Scheidewandzwischen Lutheranern und Refornurken wegnehmen,und befestigte sie in der That noch mehr, da er vonder besondern Gnade weil härter, als viele seinerBruder redete, so daß einem ächten Lutheraner beydiesem Vortrag des göttlichen Rahtschlusses hätte^die Haut schauern mögen b) Wie in Engelland derbetanke LVHnsteld die besondere Gnade behauptet,also wird sie von dem UWsley geleugnet. Weilnun dieser seine Meynung von der allgemeinenGnade in einer Predigt vorgetragen harre: so wi-derlege ihn LVhttsteld in einem eigenen Send-schlciben. c)

Zwischen den Episkopalen und presbyteria-nern steht es noch, wie wir daö vorigcmal ange-zeiget haben. Das einige, was wir noch hinzuse-tzen, ist dieses, daß, da man sich bisher von den sogenannten Independentcn eine sehr gehäßige Vor-stellung gemacht, ä) Herr D. Bauurgarren eineetwas bessere Nachricht von ihnen gegeben, undgewiesen hat, woher es gekommen, daß diese Kir-chenparthcy so vielen Schmähungen i rer Feindeunterworfen, und von den Prcsbyrcrianern in undausser Engelland so übel beschrieben worden sey, daßauch verschiedene berühmte Männer aus unsernLehrern, als Betttbcin, Ren pe , und andere, soihren Nachrichten getrauet, alle dergleichen Be-schuldigungen vor Wahrheit angenommen und be-halten hätten. Der einige A. W. Böhme solleUNS eines bessern belehren, der weit geneigter vonihnen geschrieben habe

Wegen der s^hilsjophie oder vielmehr wegendes Gebrauchs der Vernunft iu d laubensja-chen, hat man in En clland heftig gestritten, da-her wir bey dieser Frage den Streit fortsetzen, odervielmehr dessen Erzehlung crneuren müssen.

Die Zwistigkeiten wegen der Heil. Dreyeinig-keit haben unsers Wissens geruhet; die Anmcrkun-gen aber, so wir dabey vormals gemacht, gelten noch.Die Elarkifchen werden nunmehro ausgethan.Wegen des Heil. 'Abendmals ist wider den gelehr-ten Bischof Hoad y nichts merkwürdiges vorgefal-len, und es scheinet, daß er durch Stilleschweigenseinen Gegnern den Rang abgelaufen habe. Zuden rNechodisiischeu Srririgkeiren werden sicheinig e Zusä tze machen lassen. Von dem kleinen

b) Nachrichten von den neuest. tl-colTMicheiu ,1.1.?. 447 -

c) Leipzig, gel. Zeit. A. 174'- ?. ,78.

ä) Baumgartens kleine deutsche Schriften Erste Samm-lung p. »66.m. Theil.

Kriege über die L' eizerey, den Herr Foster zu füh-ren gehabt, «st lange nichts mehr gehöret worden.Bey den bib ifcheu Zwistigkeiten wird noch etwaszu gedenken übrig seyn: diejenigen, wegen der Be-sessenen aber, werden hiermit verwiesen. Da hin-gegen die Sache, welche der gelehrte VParbur-ron in Bestreitung der Ungläubigen behauptet, einso grosses Aufsehen gemacht, daß unzählige Schrif-ten wider ihn ausgestogen sind, so ist es billig, dasswir die Sache von ihrem ersten Ursprung erzehles.Man wird so gleich also sehen, auf welche Streitig-keiten man vor diesesmal acht haben müssetNemlich:

r. Auf den Streit wegen des Gebrauchsder Vernunft in Glaubenssachen.

2. Auf die whiecheldischen oder Merhodi-stischen Zwistigkeiten.

z. Auf biblische Zwistigkeiten.

4. Auf die Streitigkeit ^errn warburtons.

5. Auf verschiedene andereZwistigkeiren.

XXXI.

Was hat man wegen des Gebrauchs derVernunft in Glaubenssachengestritten?

Der Streit ist in Engclland mit grosser Heftig,keit gcführct worden. Man Hat sich aber wohl da-bey vorzusehen, weil sich die Sache der Deisteu undFreygeister so sehr mit ins Spiel gemenget, daß die-jenigen, welche die deshalb herausgekommen« Schrif-ten nicht selber durchlesen, und genau prüfen kön-nen, nicht allemal urtheilen und bestimmen können,wer ein Vertheidiger der gurenSache gewesen. Wirwollen also nur das vornehmste von dem anführen,was uns in diesen Gegenden davon bekant geworden.Es kam vor einigen Jahren zu Londen ein Brief aneinen Studierenden ans Licht, darinne der Ver-fasser einem jungen Menschen sich auf die Gottesgerlahrheit zu legen um deswillen widerrathen wölke,weil man bey den verschiedenen Meynungen derGok--tesgelehrren sich gar leicht Verfolgung und Ver-druö zuziehen könte, wenn man vernünftig denkenwolle. Er hatte dabey das unbillige Verfahrenmancher Gotteögelehrten nicht vergessen, durch zu-ziehen. e)

Diesen Brief schien sich iemand zum Muster er-wehlt zu haben, der schrieb: Lbriftianity nor foun-äecl on Argument... in I.erire; ro 3 younZ 6emle-mann sr Oxkorst Londen 174z. in 8- Die Urtheileüber die Schrift waren verschieden. Der Verfasserstellete sich einen jungen Menschen vor, der sich vor-

genom-

e) Llbliolkegne Lrirrnliigue lomu; XXH. y. 249. leg.

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