II. Eap. von dem Gottesdienste.
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iwmecilu» in cruce a 88. 6c IH.
5-psa monce; iuo; ssancara, p-r X iacula gloriola ^üs ist VON dkM Ort dks Gottesdienstes
.'^^ ' in dieser Zeit anzuinerken t'
1MIO tu» inillcillno 6c iLculari iubiluni6cc. 1744. kul-ft-e in zum Vorschein kam, darinne viele zur
Fuldischeu Stifcshistoric gehörige Nachrichten zuLesen waren.
Man hat in der Römischcatholischen Kirche selbererkant, daß die ungeheure Anzahl Feste, so dieMen-schcngebote nach und nach aufgebracht, der Kirchesowol, als dem gemeinen Wesen zur Last gereichen.Der jetzige Pabst ist daher in den ersten Jahren sei«rier Regierung darauf bedacht gewesen, wie man demdaher entstandenen Übel durch einige Verminderungoder Einschränkung derselben abhelfen möchte. Die
Bischöfe zu Rom, und andere Gottesgelehrte mustendeswegen A 174t. ihrGutachten ausstellen. Alleindieses war so verschieden, daß man sagte, der PabstHabe sich entschlossen, nur den Bischofthumcrn, wodiese Verminderung vor nöthig erachtet würde, zuwillfahren, und den andern, wo man die Verminde-rung vor unnöthig anstehet, ihre Feste ferner zulassen.Es solle auch eine besondere Eomm:ßion der Sachehalben niedergesetzet werden:künftige Zeit lehren wird. K)
Wie der Pabst überhaupt eine besondere Ersahkenheit in Ritualibus an den Tag gelcget: also hat
Wir wollen das merkwürdigste hiervon also be"trachten, daß wir bemerken
r. Den Orc des G-ktesdl'enfkes bey dmEvangeUschlutherlschcri.
2. Den Ork des Gottesdienstes bey denRömischcakholisthen.
z. Den Ort hes Gottesdienstes bey denReformirten.
IV.
Was ist wegen des Orts des Gottesdienstes
bey denEvangelischluthcrischen zu merken i'
Wie man an den allermeisten Orten, wo dieEvangclischluthcrische Religion bisher geblühet,GOtt sey Dank ! den Gottesdienst in den dazu be-stimmten Gotteshäusern abwarten können : also ha-ben zuweilen andere Umstände erheischet, daß manin einigen Gegenden an andern Orten zusammen-^ . . kommen müssen. Da so viel Augspurgische Con-
dercn Ausgang die feß^risverwandte in Schlesien in den vorigen Zei-ten ohne freye Ausübung ihrer Religion, und folg-lich ohne Kirchen, seyn, oder doch beschwerlicheund weite Reisen darnach anstellen müssen, und
er auch m.t der neuen Einrichtung des nunmehr ^cy der grossen Landesveränderung,
N-i davon eine Probe gemacht. Denn da d.eserHe. ^n unten mit mehrcrn gedenken weichen, vonl.ge nach dem Eeremon.el des Römischen lLtuls vor,^ ^ ^ ^ Erlaubniß
andern einen ausnehmenden Vorzug haben mutz, so ^en, ihre eigene Prediger zu halten, so mustensolle es auch m.t den, .hm gewidmeten Hefte also ge- Anfangs ihren Gottesdienst auf grossen Schloß-halten werden. Der .74z getroffenen Einrichtung ^ Ruhthauß-Sälcn verrichten, b.S sie nach undzu folge solle man dieses .^eft 8 - Lage hinter eman- ^ P^häuser erbaueten. Man zehleteder feyer ich begehen, so, daß an dem ersten Tage, ^ ,, Jahr ^d ; hingieng, auf 50
wie gewöhnlich, Pebstliche Capelle Städte und Dorfschaften , welche sich dieser
ha ten werden, an dem andern Lage der Pabst m der bedienten, m) wozu hernach noch mehrere
^ ^ Stadr m't den aß.- »„reu wieder ^acht s^l. ^Auf
st.re.iden B.schof-n Capelle halten , dem dritten d.e Weise sind in den folgenden Jahren eine MengeL»rpo!lca banne porenliansc, und die llroronatari, - ' — - ' ^ ^ ^ 2
/^pnllolici dabey seyn selten; am vierten solle sichbey dem bcli. Nctr o mit den Eammcr-
Elericis; am fünften zu 8. bchiria inuiolara mit denlnoribus Kucak, am sechsten bey dem heil. Josephunter kerro in carccre mit dem Votaiucn der 8igns-rura, am siebenden zu St. Pitro Montorio, mit de-nen Abbrcuiarnrcii, am achten in St. Joh. Laterünc>, unter /iillftencedes ganzen heil. Collegti seyn.!)
Vkan soll diese Kirchen eben zu dem Ende dazu aus-ersehcn haben, weil sie vor allen andern besondere Re-liquien von diesem Erzapostel besitzen
K) Neue Europäische Fama N. lx. x>. 8->s.I) Neue Fama 1 '. IX. p. 10,4.
III. Theil.
Lutherische Vcthäuser zu rechte gemacht, oder vonGrund aus erbauet worden.
Doch eben der Zufall, der in Schlesien so vielschöne Gottesdienste angerichtet, hätte die Evange-lischen bald um eine der vornehmsten, unter denbisher noch gchabtenKirchen gebracht. n) Denn alssich die Königlich Preußische Armee in December1740. der Stadt Glogau näherte, wolte derCom-mcndant, der Graf v«-,i wullrs die EvangelischeKirche nebst dem ganzen über die Oder liegendenDom und der kostbaren Kirche daselbst niederreißen,
und
m) ttilloric-, - Lccl. 1 '- V. ,x>. 857.
n) Dicsclbe 1 '. Vt. x. ZL 7 -
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