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Hl. Fortsetzung von 174s. bis 1745.
Doctores oder Magistri waren, solche Würde: mansang das Te Deum unter Absenkung der Stücke,und nach geendigtem Gottesdienst wurden Gedacht«nißmünzen ausgeworfen. Die Herren Professoreshatten sämtlich die Gnade an der Fürstlichen Tafelzn speisen. Den andern Tag erfolgte die Promotionder andern Herren Eandidaten in allen Facultäten.Es wurden 5. neue DoctoresThcologiä, i;.Docto-rcs Juris, 5. Doctores Medicinä, und zr. Magi-stri auf einen Tag gemacht. Bey den Promotionenwar der Durchlauchtigste Stifter abermal zugegen.Den dritten Tag ward von der Marggräfin kömgl.Hoheit eine merkwürdige Disputation angestellet, da-zu die These; von höchst dcncnselbcn vorgeschriebenwurden. Es waren die beyden Satze desi) Es ist nicht widersprechend, daß die Ma-terie denken könne; 2 Es ist nicht nothwendig,daß die zusirmi,umgesetzten Dinge aus Einhei-ten bestehen müssen.
Die Facultaten waren nunmehr also besetzt: Inder Theologischen waren: Herr Etlrod, Pfeiffer,und Hurh, welche beyde letztere von Jena , wo sieEollegia lasen, dahin gcrnfen wurden. Jeder vonihnen erhielt zugleich eine Prcdigerstelle- In derJuristischen: Herr Gadenoam, ^voßmann, Gön-ne, Bräunn, und Schierschmid; in der Medici-nischen Herr weißmann, Gchmidel, psan,Gebauer, und Ho, mann: in der Philosophischenausser denen, die von oben gedachten zugleich ernephilosophische Profession bekleideten, Herr I. N 7 ilhHofmann, Pöyinrzer, I. Sig-Rripner: Bey-de letztere waren auch zugleich Professores Theol.Extraordinarii. Unter denen bcy dieser Gelegenheit herausgegebenen Schriften, sind die zwey vorandern merkwürdig : l) Nachricht von derEmweyb ui,g, und dem gegenwärtigen Zu-stand der Friedrichs-Unwerntär Erlangen,jn einem Schreib n an einen «»»wäcrigenFreund von C- I. H- '7^4- welche den Herrn D.Hurd zum Verfasser hat: sie ist auch ins französischeübersetzt. 2) Illü 'ris ^ t>,L>-
gna prserer eju; nrigincm Snlemni, veel,cskionin s.icra evemurgue prox me secuei refcrunrur.^äclira suni seripra kam pulrlica, gusin privara ^cs-ilemi-e cs-'s.i c»nc<7pk, TelangL ,-«44. in f»I. Dieses»st eine ausführliche Beschreibung der Akademie,ihrer Stiftung, Veränderung und Einwe hung,dabey man die bey solcher Gelegenheit herausgrkom-mcne kleine Schriften gesammlet hat. m)
Die Universität zu Nönigsberg feyerte A. '"44-ihr zweytes Jubelfest, und ob gleich der eigentliche
äLK tMorico- Lcclek. T.vm. x. l. leg. T. IX.p. lo;z.
Tag dieser Feyer den »7. Lug. angesetzet und cele«briret ward, so sing man doch schon drn l s. Maymit den Vorbereitungen dazu an, und der Beschlußaller Solennitäken ward nicht eher, als den 2. Otto-der durch einen Auszug der Studiosorum gemacht.Man sahe Programmata, und Dssputatioues: manhörte während dieser Zeit Predigten: man stelletePromotioneS in allen Facultäten an, um diese Iu-belfeyer recht hen lich zu machen; wie denn auch ver-schiedene andere Schriften bey solcher Gelegenheitaus Licht getreten, n) Nicht weniger haben ver-schiedene Gymnasia und Schulen, als das könig-liche Gymnasium zu Srertin A 1744. v) das Ar-chigymnasium zu Dortmund A. 174z. die beydenLand-und Fürstenschulen teeren und Sevulpfor, 1re in eben demselben Jahr, p) und noch in dem Jahr Fdas ^tagdalenische Gymnasium zu V» csslau g) ih« I,r« Jubelfeste feyerlich begangen, dabey allerhänd RSchriften zum Vorschein gekommen.
IX
Was ist von neuen Orden und gelehrtenGesellschaften zu melken ^
Die Orden, welche grosse sperren uUker den Pro,testantcn stiften, werden ietzo mchtisowol in Absichtauf die Ausbreitung der Religion, als vielmehr umanderweitige Sraars- oder Milirair» Verdienste zukrönen errichtet. Man w,rd basier solche hier füg- .lich «ntrathen können, es wäre denn, daß Uns et- ^was merkwürdiges voo den Gesetzen bekam würde, iso die Religion midi derselben Beförderung betrift.Desto mehr ist von gelehrten Gesellschaften zu ge-denken, die zum Theil auch den Nahmen der Ordenbisher geführet haben.
Der V7ürnbergsscbe pegmßsebe Blumenor»den, den der bekäme Harsdörssec 1S44. gestif-tet, r) harte nunmehr hundert Jahr geblühet. DieMitglieder waren also darauf bedacht, Ä. l?44- Ihr -»Jubelfest zu begehen, und das ist den »6. Oktobergedachten Jahres zu Nürnberg ,) würklich gesche«hen. Es »st unter ihren Satzungen dieses die erste.
,Vor allen Dingen soll sowol die ßlmrliche Gesell-„sckaft, als auch ein iedes Glied derselben, und„wer darmne seyn, vod-idabcy qrlasscn werden will,
, sich dahin befleißigen/ daß durch sie samt, undson«„derS, und durch ihre poetisch« Gedichte des dreyei«„nigen GOttee Nahm, und Ehre auf eine recht,
„schaf- E
n) Eben dieselbe I'.IX. p. 48.
0) Dieselbe l lX. p.71.p) Eben dieselbe 1.VUI. ^>.157. >7».g) Dieselbe I . VI li y.717.
r) Diese Kirchenhistorie ^ ll. p. ^9.
»j IÜN- s«>.. l - lX. p- 87. leg.