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IH. Cap. von dem Kirchenregimente.
„schaffene und ungeheuchelte Weise gepriesen, und„nach ihrem Vermögen weiter ausgebreitet werde.,,Bey obgedachter Iubelfeycr ist eine starke Schriftzum Vorschein gekommen: Nachricht von deslöblichen Hirten-und Blumenordcns an derpegnitz Anfang und Fortgang bis auf dasdurch göttlich Gäre erreichte hunderste Jahr,mit Rupfcrn gezierer, und verfasset von demMitglied dieser Gesellschaft Amarantes d. i. vonJohann Herdegen 1744. 2.A. 15.B. inZ. r)Die Gesellschaften, deren man in den vorigenErwchnung gethan, als die lateinische zu Ienau)und Halle, die prüfende u. a. m. haben der Weltihre Versuche nach und nach immer mehr vor Au-gen gelegt. Nach der Deutschen in Leipzig undJena sind gar viel dergleichen errichtet worden, sodaß man nunmehr zu Gocringen seit >740. x) zuGreiphowalde, zu Königsberg seit 174z. 7)und vielleicht andern Orten mehr deutsche Gesell-schaften blühen siehet: Zu Stockholm blühet seit1749. eine Academie der Wissenschaften.
Zu Görringcn sind 1744. einige Herren Pro-fcssores, Maaistri, und Studiosi in eine Gesellschaftgetreten, die sich wöchentlich in des Herrn Pros.Segncrs Hause versammlet, mit physicalischenversuchen beschäftiget, und mit der Zeit der Weltihre Entdeckungen bekant machen will. r)
Zu Lopenhagen wurde A. 174z. durch desHerrn Eonfcrenz - Rath von Holstein Ansehn eineGesellschaft errichtet, deren vornehmste Beschäfti-gung seyn soll, alle zur Historie und Naturlehre derdasigen Lande gehörigeDenkwürdigkeitcn aufzusuchen.Sie hat auch bereits den Anfang gemacht, ihreVersuche sowol in Dänischer als lateinischer Spracheans Licht zu stellen, a) Von den Rittern vom Senf-korn hat man unter diesem Nahmen keine neuenThaten gehöret.
X.
Was ist von den Bibliotheken überhauptin allen drey Religionen zu merken?
Die Bibliotheken der gelehrtesten Männer habenbisher eben, wie vormals, das Schicksal gehabt,daß sie nach dem Absterben ihrer Besitzer zerstreuetworden. Unter solchen ist z. E. die Siberische inLeipzig, b) und des Herrn Eanzler Ludwigs seine
r) Lcipz. gel. Zeit- A. 174;. p. 5)6.u) Ebendieselbe A. »741. p. zi8.x) Dieselbe 21.174a. x>. 165.
7) Dieselbe 21 . >744- p. 28.r) Götting. gel. Zeit. A-17-4. p. 400.
2) Lcipz. gel. Zeit. 174t- ?- -6z. A-1746. x. lZ2.d) Ebendieselbe 21 . 1741. p. 888.
III. Theil.
in Halle besonders merkwürdig gewesen. Man hakvon der letzteren einen weitläuftigen und nutzbaren'Catalogum verfertiget, c) der schon ziemlich kostbarist. In Engelland ward die prächtige Sammlungdes Grafen von Oxford, Robert Harley, die vie-le königliche übertreffen, A. 174z. zerstreuet, unddas tresliche Münzcabmet des Herrn von Dost inHolland hat gleiches Schicksal erlitten. Die Wolf-fenbüttelische Bibliothek stund daselbst A. 1744.gerade hundert Jahr. Der Herr Hofrath Burckardlies daher zu dessen Andenken folgendes drucken:Uilkoria LibliorliecL ^ugulk«, gusc ^olstenbureliclk äuobuz libris cvmprebenla öcc. Uips, 1744«in 4. ä) Uebrigens ist es bekannt genug, daß manbey allen drey Religionsverwandten Bibliothekenzum Staat anleget.
XI.
Was ist von dem Zustande der Gelehrfamikeit insgemein zu erinnern?
Das nöthigste, und so viel in die Gottesgelahr-heit einschlägt, wird man aus dem, was in diesemund der vorhergehenden Fortsetzung bey den Fragenvon der Lehre, und den Fehlern derselben ^bey-gebracht, schon ziemlich wissen. Das Steigen'undFallen der Wissenschaften läst sich übrigens in ei-nem so kleinen Zeitkauf nicht besonders bestimmen.Man gedulte sich also, bis das halbe Jahrhundertwenigstens voll seyn wird. Soll man unterdessenja eine merkliche Hinderniß anmerken, so in unsernTagen dem Wachsthum der Wissenschaften Einhaltthut, so ist es diese, daß die niedern Schulen mitden hohen, die Kinder mit erwachsenen Leuten, undso wieder umgekehrt, verwechselt werden, undder Fleiß, den man auf die Weltweiöheit, unddie Kunst zu raisonniren verwendet, den Eckel vorden Sprachen, und allen Schriften der Alten mit-gebracht hat.
XII.
Was find etwa sonst noch vor gute Anstal-ten merkwürdig?
Man hat hier und da ernstlich an die Versorgungder Armen gedacht. Zu (Quedlinburg ward vonder Durchlauchtigsten Aebtißin das Gassenbettelnabgeschaft, und.ein monatlicher Beytrag zu der er-richteten Armencasse geboten, e) Eine fast ähn-liche,
c) Lcipz. gel. Zeit. 21. -74-. p. zzr.6) um. LccI. D. IX. p. 8a.e) UMorico-Lccl. 1. VI. p. 7 z.
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