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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Eap. von den evangel. luther. Lehrern.

40. Jahre verflossen, daß bey der Akademie keinDoctor der Theologie gemacht worden. JohannBarrholin, der bereits tod, war der letzte gewesen,und in ganz Dännemark war kein Gotcesgelehrteranzutreffen, der diese Würde führte und sie alsoandern wieder geben konte. Der König ernanntedaher den z. Aug. i?z6. den Vischofvon Seeland,Herrn Christian worin, zum Doctor der Theo-logie. Dieser, dem nun die Kraft beygeleget wor-den, auch andere zu Doktoren zu machen, lud aufhöchsten Befehl den z. Nov. alle vornehme Geist-liche nach Coppenhagencin, um daselbst zndisputirenund die Doktorwürde anzunehmen. Unter denen,die sich hierzu angaben, war unser Hr. Wöldike,und den z. Nov. ward ihm dieje Würde wirklichbeygeleget.

Er wandte seine groste Mühe auf seine Unterwei-sungen, und hat dabey auch einige Jahre für dieHerren Narrholm und Grecnbuch lesen und di-sputiren müssen. Denn nach den neuen Gesetzender Akademie, die im Jahr 17^2. gegeben wor-den, muß ein kranker oder abgelebter Professoreinen andern für sich lesen und disputircn lassen.Bey diesen doppelten Arbeiten und bey den Ge-schäften, die er bey seinen übrigen Aemtern fand,behielte er wenige Stunden, die er auf Schriftenwenden konte. Inzwischen haben wir doch einigevon ihm erhalten, die in und ausser Dännemark mitvielen! Beyfall aufgenommen worden. Die vor-nemsten wollen wir hier anführen.

l. l'rLÄLtu;cle cidtü Ventil inlinnsm

l'wFULM verliii nori^ue illullrarun. ES sind sechsDissertationen, die er zuerst >721. und in den folgendenJahren in 4- herausgegeben. Nachher sind sie 17Z4.zu Leipzig in 8- auf 22. Bogen zusammen gedrucktworden. 0)

r. ^nnoracione; »ll pircem polleemLin capiris II-rrrkk»-Niz ralmullir leruirlenncini. Coppenhag.in 4.

Z. 'k'r.rkkacuz 1'slmullici tlap. 111. Lemarr l-le»

rullilemirini, Izrine Varia norirgue iNulkrLcL.Eoppenh.>7?5- in 4 . Oip. III. Oemrra H. sc III- 17 Z 6 . (irp. III.(-emzrL IV. er leguenrer. »7Z7-

Ein Bruder unsers Gottesgelehrten, Georgwöldike, Rektor zu Fricdrichsburg, hatte ange-fangen, aus der Jerujalemschen Gemara die Er-klärung einer Schrift der Mischna, die Chagigagenannt wird, und von den Hauptverrichtungen anden hohen Festen der Juden handelt,zu übersetzen undmit Anmerkungen zu begleiten. Er starb aber, als er160. Seiten davon herausgegeben. Unser Hr.wöldike übernahm also die Fortsetzung in 4. Di-sputationen.

Ilb/ssr Lidliork. Illebriei'I'om. IV. p. 914.Koua Xct.i erulliror. 17z;. iue>U Isnuar. Leipj> gtl. dutnu-gN» 4 ir>

4. Nalmulli; krb^lonici rraLkarus crpur iccun-

äum, Irrine verlnm »o« 5 gue illustrrcum. Coppcnh.>7Z«. »I 4 .

Herr Georg Eliezer EdZttrd hatte angefangenvon dem Stücke der Misch«, das Berachorh.heistund vom Gebethe handelt, die babylonische Erklär-ung herauszugeben. Wir bekamen aber nur daserste Capitel. Unser Hr. wöldike fieng daher an,diese Arbeit weiter auszuführen. Er übersetzte diebeyden ersten Verse des andern Capitels und er-klärte sie. Und das ist es, was wir in dieser Di-sputation finden. Die weitere Fortsetzung ist aus-sengeblieben.

5. Oilpurrrio lle vnAione llllolium, ex 2Lor. I. com. ri.erXI.V, c. 8- Coppenhag. 1752. in 4. p)

6 . Oüpnrrrio rlieolox. lle neceülrrre guorillisM KrnriumpvLnirenrigc.ibill. »754. in 4.

7. ^pologir pro culru llei publico in nono rellsmenco.krrriculr 1. er U. ibill. 17Z4. und 17Z6. in 4. g)

8. Oilpurrrio rtieologicr inrngursliz, gur

r berri; rekormrroril,r >5 Driii.r: in comiciisre^ni anno iVIOXXX, regi er ienrrui rezni llrpiciexlridirrm, in memorirm frLtsernre äucenro; dolce rn-nor in Ornir rctormrrioni?, breuMu; rnnore.rionibuzillullrrrrm, oudlico cxAmini lubücir. Coppcnh. 17Z6.in 4. r)

Dieses GlaubenSbekeytnis, welches Hans Tau-san, ein Bischof von Ripen im Jahr i;zo. in sei-nem und seiner Mitbrüder.Namen aufdem Reichs-tage zu Eoppeuhagen übergeben, ist bey uns langeunbekant gewesen. Es war in der dänischen Spra-che abgcfasset, in der es zuerst Hcpald Hnttfcldin seine Reichschronik ;) gesetzet. JohannJsaac f?onran übersetzte es zuerst ins Lateinischeim andern Theile seiner dänischen Geschichte.Weil aber derselbe nicht gedruckt worden, so bliebdieses Vekentnis dennoch bey Fremden unbekant.Endlich schrieb Barrhold Borsack die lateinischeUebersetzung aus der Handschrift des Poutans ab,und setzte sie in sein Ciommonicorium cie ku^ienäopspilmo. Und aus diesem hat sie Heinrich wüh-littö in seinem Trackat äe rekorm-itione rcligicmisinLimbrir gebracht. Aber dennoch hatten wir bis da-her dieses Bekentnis nicht in seiner rechten Voll-kommenheit. ponrans Uebersetzung war sehr frey,und als ein Rcformirter, hatte er einige Stellennach den Lehren seiner Kirche übersetzet. Hr. wöl-dike hat also dieses Bekentnis, das aus 4;. Sätzenbestehet, in der dänischen Sprache, nebst einer neuenlateinischen Uebersetzung, in der er aber alles Gute,was er beym pontair gefunden, behalten, in die-Soo 000 2 _ ser

p) Er rcräemicr, 4 ,- > 71 ?-

H Hamburg Berichte von gcl.Sachen 'vit-p- 85 -h.

r) Auszüge aus den neuesten thcolegisch-philosoph. utphilologisch. Disvutationcn A. >7Z8.p. 45.

!>) unter das Jahr >;z-. p. 4Z22.