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lV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
gistrat befohlen werden solle, an Ihro kayserlcheMajestet feinen'allerunterthänigsten Bericht binnen2 Monaten ju erstatten, mittlerweile aberD. (6lä-feuern wieder in sein Amt einzusetzen und nicht >icva faäti, l'cll ,ur» zu verfahren, bey Strafe;. MarkGoldes; über welches Verfahren des Reichshof-rathS stch jedoch nachgehendS das Lorpu» stvan^clicortiin bey Ihre römischkanserl. Majestät sehr nach-drücklich beschwerte. Wiewohl Hr. D. Gläsene»wurde ohnedem gar bald auster Stand geseyet, vondiesen» Eoncluso einigen Vortheil zu ziehen, indemer wenig Zage nach dessen Abfassung, den 22 Jan.1750. zu Wien u, die Ewigkeit ging. ll)
Er ist sonst auch vor diesen letztern Unruhen be-reitS in allerley Streitigkeiten verwickelt gewesen,die wir mit ein paar Worten erwähnen »vollen, weilin dieser Kirchenhistorie noch keine Meldung davongeschehen. Im Jahr »7Zv. da die evangelischlu-therische Kirche ihr Jubiläum wegen Uebergebungdes augspurgischen GlaubcnSbekentnisteS feyerle, ge,rielh er mit dem damaligen Domprediger, PaterGeisel»»»»»»»» und einem andern Jesuiten , nahinensP. »Iolz, >n einen heftigen Religionsstreit, wel,chcr stch nach Verfliestung dreyer Monate durch denTod des erstern, und Verschickung des andern aneinen andern Ort, endigte. Es waren kaum 2 Jah-re verflossen, so setzte ein andrer Jesuit, mitNamen P. Gram;, diese Streitigkeiten fort.Das gesamte evangelische Ministerium antworteteanfänglich in öffentlichen Schriften Endlich abergab unser Hr. tHläsenor unter dem Namen Cbrist phnrn; Imparriali; knliemu; einige Schriften her-aus, wodurch auch dieser Streit beygeleget wurde.Als Herr tAläsene»' bey gewissen Umständen ver-anlasset wurde, »719. von den unerkanrenSün-de»» zu predigen, setzte dieses einige gar sehr in Har-nisch , absonderlich da er drey Predigten von den»Misbrauch der Lide als einer Cwelle vielerlNeineide, hielt. Man brachte allerhand Beschul-digungen herbey, um «hn dieserwegen bey der Obrig-keit verdächtig zu machen, wogegen er aber in einergedruckter»» Schrift: 'Msbrauch der Eide alseine Quelle vieler Meineide, »740. seine Un-schuld zu retten suchte. Wir übergehen verschiedeneHändel, die er in Hildesheim angestiftet, die ihmin dem Bericht des evangelischen Ministernzu Hildesbeim von der daselbst entstandenenUnruhe, und in verschiedenen andern Schriften,
llz Nachrichten von den neuesten theologilchen Büchernl'. IV. p. 70^. st--g 1 '. V. p, ;y9 st-, 64; st-gg- Theologi-scher Biichersaal st l. p '74 bist ecclest I. x»v.7;,. ste-,. -k«. stgg 76;. st,. Hanauitche Berichte vonkugionssachen 5 .1. x. 56. stgg. 17». lgg
öffentlich sind vorgeworfen worden, e) und bemer-ken nur noch, daß Herr D. töläsener jährlich an»8 oder 9. Sonntage nach TrinikatiS, nachdem ihn»die Ordnung gefallen, eine besondere Predigt vonder nothwendigen Niedere»stattung des unge-rechte»» tAurs, und am heil. Drryköniqektage je-derzeit eine Predigt vorn Mlsbrauche der Eidezu halten qepfleget.
Hatte Herr D. <6läsencr eben so viel Demuth,Mäßigung, Verträglichkeit und andere dergleichenguleGemüthseigenschaftcn an sich gehabt, als weit-läuftig und gründlich seine Gelehrsamkeit war, sowürde er ein volkomner Mann gewesen seyn. Inder Ehe lebte er mitMa»ga»erha Ursula, HerrnJulius Andreas polinanns, gewesenen Eäm«mererS, auch vornehmen Xaus-und Handelsmannin Uelzen, nachgelassenen Tochter. Seine Schrif-ten sind folgende:
1. Einig« A ufsätze in der Zibliarbec» Lremensti, als ->)lle nrerceistione dearorum parriculrri 4 lle Luro re-ßiniu stalrilin» nvciua: >) lle orißine -ncl; iVIuiül-manru: lle llracnne, inli^-n, rexum -^etz^priorum
all »Uullranllum streck. XXlX-XXXII. ,) Xpecimen»nr> - iullricum lle xcminu lullrorum d-teilia.
». Anrete an di« saljdurgischrn >L migraiikk». H.kdesh.
z. Dick- in»u§ural lle llemonilrarione stpiricur stankst, te-stum eile ve.um lVleiliam, prLlille /»7»/Lrmio krbir».llelmtlall. > 7 ;;. 4 .
4. Zufall ge »Gedanken über d>« ehrenrübriqe Ldarir^e:Rron vcr XVeiadril«g«nanr. Hannover ( 4 )ll-.-vhc,m)
rierkl-e'digle zufällige Gedanken «ioer eines pejier«luven Schrisksteller^ st,- >erne Blauqen: rurückge-gebenes »Skroh griianr. Haniiov. i -Hilbtkptini )> 7 »»- 4-
4. Adgcfei«gier Courier nach ^»lldeebetm an den Ber-fasser der Rrone der weiabeit, nebst einer wichri-gen vepecke. BlleeshtiM > 7,1 4 -
7. Kurze Adsernaung der eingebildeten Macht und Bo-heil der Priesterweihe und der erdichieren stiuntcr-wecke in der r-m»ch«n Kirche. Hildrdheim >7,,. 4.
Diese nebst den drey vorhergehenden Schriftenhat er unter dem Namen Lbristozikurtlmz-er-ali» stö-bern« herausgegeben.
8. viarrike pkilnloxicr lle K. 5/meone, stlio ,u-
ttvre libri 5-4-,--, in gu, vin celeberr.
F5»»-Diill llocenr: K. bimeonem, stlium Inckai, ,u-ttorcm llkr, 8->k»r. relixione stuiilc ckrilstrnum, wa-lletle erannnarur, er conrrrrium poriu» euinairue, i».lurn non stuiilc ckriistanum, stell lullreum. II,iglest>7»s. 4. Hrrl saxrltgcn Pak diese Schr tt nach»,henbs dem zwept^n Bande seiner llorrrum stbrric».
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e) AuszugSwecke k,n man ste auch »est-n in den Mach-I ichlen von den neuesten theologischen BüchiNr 1^. v..z>. z-o.leg- Z 9 Z. hg