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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. Fortsetzung von 174-. bis 1750.

den i l.Sept. desselben Jahrs einige andere Theses den i7.Oct. 1684. von demHrn Triboler eingessg,aus allen Theilen der Welkwcißheit, worauf ihm die'nct,und z i.Jahre, solange sie daurele, mit viel götkl.Magisterwürdc ertheilet wurde. Im Sept. l68o.!Scegen und cmer ansehnlichen Familie begleitet,that er eine Reise nackRochelle, und kam, nachdem! Als das Diaconat erlediget wurde, crwchlte ihner die dasigen Gelehrten besuchet, wieder nach Sau- E. E. Ministerium, dasselbe zu bedienen. Die Er-mur, begab sich aber darauf nach OrlcanS, wo er die ncnnung geschahe den 6. May 1686. und wurde Ta-Theologie unter den berühmten Claudius passn ges darauf von dem Stadlrarh und der Regierungsiudirte, welches Studium er, nachdem er in Paris cinmüthig bestätiget. Die Unterweisung der Jugend

gewesen, unter dem gelehrten Peter Allix, damali-gen Pastor zu Eharcnton, fortsetzte. Er hatte über-dies auch Gelegenheit, den Herrn Johann Llauve

ward damals sein Hauptwerk, und seine darauf gewen-dete Arbeit wurde nut einem so glücklichem Fortgangebekrönet, daß man in wenig Jahren d«e Kirche zuNcu-

und andere gross reformirte Gottesgelehrte zu Sau-^chatel eine ganz neue Gestalt gewinnen sahe. Dermur, OrleanS und Paris zu hören, so lange er flchjStadrath, der erkante, was vor einen Schatz er anin diesen Städten aufhielt. Es gereichte ihm zu diesem würdigen Diacono besass,ersuchte den z.May

einem besondern Vergnügen, daß er daselbst denHerrn LarljTribol-t aus Neuschatell antraf, derfern naher Anverwandter und vertrauter Freund war,und hernach sein Eollege wurde. Beyde schöpftenLn einerley Quellen die Gründe der GotteSgrlahr-heit und Sittenlehre, und ihr Eifer im Studirenhatte seines gleichen nicht, wie denn auch Hr. Msrer-rvald im August. l6zi. in Ansehung seiner Gabenund Wissenschaften sowol als seiner Gottesfurcht,von der Akademie zu Saumur, ein herrliches Zeugniß erhielt. Die wankende Gesundheit seines VaterS, der ihn noch vor seinem Tode sehen wolte, nö-thigte ihn nach Hause zu kehren, und er langte mirdem Herrn Triboler im Frühjahr 1682. aus Par»ezu Neuscharell an. Sein Vater hörte ihn noch den

169z. die ehrwürdige Classs, ihm die Stimme undden Rang eines Pastor in ihrer Gesellschaft zu geben,und ihn wöchentlich einmal predigen zu lassen, welchesdieselbe mit Vergnügen zugestund. Man rühmetdem Hrn. Dsterrvald nach, daß er von der Zeit andie Kirche zu Ncuchatel so erleuchtet, daß er gewisser-maßen als ein neuer Reformator derselben anzusehengewesen. Man setzet hinzu : Die gottselige Einrich-tungen, die er nach und nach in derselben gemacht,und welche in allen andern Kirchen des Staats befol-get worden; die unvergleichliche Ordnung; die denGebräuchen der ersten Kirche so gemäss Kirchcn-zucht; der sowol angeordnete und erbauliche GOlkeS-dicnst, welcher verschiedenen andern rcformirtcn K>rechenzum Muster gedienet; alle diese Einrichtungen

i. und 22. Iun. predigen, starb aber den 26. Iul. würden jederzeit Denkmale seiner Gottesfurcht und

1682. in einem Alter von 6r. Jahren. Hr. Öfterrvald, der nur darauf bedacht war, seine Wissenschaft

seines Eifers seyn

Im Jahr »699. wurden drey Theologen auf die

vollkommener zu machen, brgab sich den 25. Octobr-iDahl gcstellct, um die Stelle eines Stadtpfarrersdesselben Jahrs nach Gencve, und that ferner eine zu besetzen, nemlrch Hcrr Bernhard» Gellen, HerrReise in Dauphine. Er hatte das Vergnügen, mit Carl Triboler, und unser Her. (Dstcrwalb. Kci-den berühmten Professoren zu Geneve in genauere ncr verlangte das Pastorat vor sich, sondern ein »cdccVekantschafc zu kommen, und lernte auch andere Gc, bath, daß man einen von den andern beyden weh-lchrte an den Oertern kennen, wo er durchreisste. len mögte. Die Wahl traf den 4. Iun. 1699. den

Nach seiner Zurückkunft nach Neucharell, welcheden z l. May i68z- geschahe, wurde er den ;.Iul.desselben Jahrs, nach vorhergegangenen Examen,durch Auflegung der Hände, nebst den Herren Tri

Herrn Osterwald, der den i gten darauf Sonntagsfrühe der Kirche vorgestellt wurde. Derselbe machtegegen Ende dieses Jahrs mit dem Hrn. Iol). AlePhons. Turrerin zu Geneve eine besondere und ge-

bolet und le Goux, zum geistlichen Stande gewei-.naue Vekantschaft. Der gross Samuel Ipercn-het. Herr Vsterwald war damals noch nicht 2o.!f'els zu Basel trat auch in diese Vereinigung. Dic-Iahr alt. Da er sich Gott gänzlich ergeben, wen-'se drey vortrcfiiche tzottcsgclchrtc blieben bis an >h,d cte er von der Zeit an sein ganzes Leben auf die Be ßren Tod durch eine zärtliche Freundschaft und Hochach-

förderung seines Reichs und auf das Heil der Dienschen, und arbeitete auf diesen Zweck mit grossm Ei-fer und ausssrordentlichem Fleiß über 6 z. Jahredurch seine Predigten, durch seine Schriften, durchseinen Lebenswandel. Er erwehlte sich zur Ehege«noßin Jungfer Salome le Lhambrier, eineTochter Herrn Ruvolph I- Lhambrier SlaatS-raths und Generalschatzmeisters. Diese Ehe wurde

tung gegen einander verbunden, die sich auf ihre Got-tesfurcht, auf ihre auserordentliche Gaben, auf ihreso ehrwürdige Eigenschaften der Sanfnnuth,deS Fri»dcnü, der Toleranz und der Liebe, welche sie zu Fein-den aller eiteln Streitigkeiten machte, und auf dieUebereinstimmung ihrer Meinungen, und der stdeutlichen, gesunden und nachdenklichen Bcgriyr,

dir