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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Cap. II. Abth. von den reform. Lehrten.

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rnenr «1e I' exlisi-. s Lmlleräsm. ,7)7. 8. Über ZvoSeite». K) neu aufgelegt zu Basei >7,9.

>) L^ompeuäium rlieolo^i«. Basel »7? 9 .

Herr Osterwald aber erklärte ausdrücklich, daß es ihmie i» den Sinn gekommen, diese drey Werke ansLicht zu geben, und daß er vor das, was darin» evt«halten, niemals Rede und Antwort geben! werde,indem Stellen darinnen vorkamen, wo man ihm un-gereimte Dinge und Sache», daran er .niemals ige-dacht, in den Mund lege. i) Inzwischen hatten dieseSchriften viele gute und nützliche Sachen in sich, undviele haben gcwünschet, daß Herr Osterwald! dasmangelhafte weggethan, und sie mit eigner Hand invollkommnern Stand gesetzet hatt«. Einige habenihm auch folgende Schrift bepl gen wollen: Send.schreiben an einen Freund in Deutschland, worinngczcigct wird, was die Lehre der Rirche von En-gclland in denen zwischen den Lutheranern undReformirren schwcbenOenReligionssireitigkeircn sey/1718. 8- aber ohne Grund, indem hiervon vielmehrder sei- Anton Wilhelm Böhme Verfasser ist, K) des-sen sämtlichen erbauliche» Schriften es auch iw zwey-te« Theile beygefüget worden.

Wir bemerken noch, daß nicht allein die LondenifcheGesellschaft zur Fortpflanzung des Glaubens, son-dern auch selbst vornehme Theolog, der römischen Kir-che die Schriften unsers Herrn Osterwalds sehr hochgeschähet. Der berühmte Fenelon, Erzbischof zuCamdray, und Herr Colbert, Bischof zu Montpel-lier, hatten solche in ihren Bibliotheken, und habe»glaubwürdigen Zeugen versichert, daß sie dieselbenmit Vergnügen lasen uud unter ihre kostbarsten Bü-cher zehletcn. D«r König!. Französische Biblische-canus, Herr Abt Bignoii, hat tz gar kein Beden-ken getragen, sie in die König!- Bibliothek zu Pariszu setzen. I)

auf er ziemlich frühe die Universität Königsberg be«

Der heil. Schrift Doctor königl. preußischer Kirchen,rath, erster Prediger bey der resormirten Parockialkivche in Berlin, der königl. iAcademie der Wissenschaften,Mitglied und Direetor der philologischen Classe, Visita-ror des königl. Ioachimsthalischen Gymnasic, und des Ar-menwcftns Comnnssanüs, geb. >692. gestorbenden 8- Oclobr. »7;«.

Sein Geburtsort war Saalfcld, eine Stadt inPreussen. Auf der dasigen Provinzicftschule legteer auch den ersten Grund der Wissenschaften, wer-

zog. Nachdem er daselbst seine Studia absolvier,auch eine Zeitlang bey einigen von Adel einen Hofe,meister abgegeben, ward er 1715. Eonrectcr zu Kö-nigsberg und dabey Prediger im königl. Schloß vordem dasigen Burggrafen, Hrn. Grafen Alexandervon Dohna. Nach zwey Jahren legte er dieseBedienungen wieder nieder, und erhielt sein Ab-schiedszengnis als Prorektor, ward auch bald her-nach ersuchet, das Rektorat daselbst anzunehmen, soer aber abschlug. Vielmehr rcisete er über Danzig,Berlin und Eleve nach Holland. Hier, und beson-ders in Utrecht und Leyden, fände er die erwünsch-teste Gelegenheit, die Zeit seines vierjährigen Auf-enthalts wohl anzuwenden; indem er nicht allein diöUnterweisung und den Umgang der dasigen gelehr-ten und berühmten Männer, namentlichLampeno,Alphene, Honerrs, Duckcrs, Lrackenbsrchs,Orro, Fabricli, Burmamis, Enrenhnsii,Hemsterhuis, und andere; sondern auch die da-selbst befindliche kostbare Bibliotheken sich weislichzu Nutze machte, und aus denselben sich viel schö-nes sanftere, woraus der Vvrrath zu seinen Obftr-uationftru; sscri5 entstanden. Im Jahr 1719. ver-theidigte er zu Leiden öffentlich eine Oisil 6c legeper sngelos äs», und ini folgenden Jahre ward erohne alles sein Wissen und Suchen an die Stelledes bekanten D. Joh.Ens, der nach Utrecht gieng,von Jhro königliche Majestät in Preussennach Lingen an das daselbst befindlicheiiuln illusire zum Professors Ideolog».- äc rsiilolo-kscrre berufen. Diese Stelle trat er den 9.Jenaer 1721. mit einer solennen Rede äe -ei»tsicologi an, welche cftftbcftd zu Utrecht in 4. ge-druckt wurde. Hieselbst nahm er auch die Würdeeines Docrors der GvttcSgclahrhcik an, und weildie Gemeine i» ringen seine schöne Gabe zu predigengar bald erkante, bar sie sich ihn zugleich zu ihremPrediger aus. Weil nun GDtt sein Lehramt so-wol m der Kirche als auf dem Cathcder sehr seeg-nete, verlies «r sein geliebtes Lingen sehr ungerne,als er 1722. vom Könige in Preussen nach Berlinals Rektor und Professor Primarius des joachims-thalischen Gymnasii, an die Stelle D. Paul Volk-

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k) vldliorbegue rslouuce I.XlX. x. 22l. Llbliokli. 6er-ftnaims berufen wurde, und kein, obschon ktliche-M2mc>ne 'r.Xk.i. p.,9'. .mal^wiederholtes Vorbittcn, etwas helfen weites

i) 8>1>Iic>rbcgue r-iloim. 1.1. p.rrz. Libllorb- Oermsnl-gne 1. Xl/I. p. 292. Leipzig- gel. Zeitung. 172«. p. 2--y.Götting-gel Zeitung 17;!,- p.A-1742. p.708. ^luleumHelucttc. 1 II. p. Z08. Beyträge zu den Ei; IM. ecclek.1.1 !> 7-7- >1

Er kam demnach, nach einer vorher nach Hollandund Vraband angestellten Reise, in Berlin an, undmachte den Anfang seines Amts mit einer am 28.Octobr. 1722. gehaltenen Rede äe crväuione cum

4/". grpu>»ri>en iureoc ae crvauione cumki /rty/u Ll'^Hnch. Luvnvm. Le ?5euäcmym. si.1. n , welche zu Berlin in 4. gedruckt

worden. Weil er bey diesem Amte bisweilen so-

2 ^ ^ jwel m der königl. Dem - als Parcchialkrrche mit

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Gelehrten. Lexicon 1.1. p. »79

1) läu.cam Uclucric. T.U- p.r§ 4 ,

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