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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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k. Eap. Hl. Abth. von der Lehre.

1219

nach der Uebersetzung Wilhelm Morgans, der zu-Idem Volk entstehen, nebst allen den traurigen Fol-letzt Bischof zu St. Assaph gewesen, und Richard! gen derselben, daß nemlich Bosheit und Laster von

Davict), A. t; 88- zu London in Fol. heraus gekommen, und der Königin Elisabeth dediciret worden,wie auch daß eben dieselbe 1620. in Fol. zu Londonaufgelegt, und die lateinische Zuschrift davon an denKönig Jacobum I. gerichtet worden. Woraufer noch andere Auflagen, die zu London theils inOctav l6zo. i6g8« 1654.1672.1677. 1718 theilsin Folio 1689. und zu Oxford 1690. in 8- gesche

allerhand Art über alle mästen zunahmen.

So betrübt sahe es unter der Wattischen Nationaus, da GOtt nach seiner Gnade einen Mann er-weckte, der sich derselben treulich annahm, und durchden er seit einigen Jahren eine neue Reformationangefangen. Sein Name ist Hr. GriffirhIoneo,welcher um das Jahr 1744 zum Prediger nachLanvorvror ohnweit Laugharn in Carmarchenshire

heranführet; gleichwie auch ein daselbst eingerücktes des Herzogthumö Wallis berufen ward. Dieser soAuszug aus den Vorreden der beyden ersten Auflagen geschickte als redliche Mann fand gar bald, daß nichtmehrere Nachricht von solcher WallischcnBibclüber- nur seine Gemeine, sondern auch alle, die um diesesetzung und derselben Verbesserung giebt. Bey dem^ herum lagen, sehr unwissend und allzufrech undallen halte das Christenthum unter den Wattiern kei- ungezogen waren. Er sahe, daß es bey diesen Um-nen rechten Fortgang. Unter ihnen selbst waren keine standen unmöglich sey ,. sie zu nöthigen , daß sietüchtige Leute, die als Lehrer oder Schulmeister hat-.eine Sprache , zu welcher sie keine Neigung hat-ten gebrauchet werden können. Es wurde auch keinesten, lernen selten ; zumal, da die Gründe, durchrechte Anstalt gemacht, daß solche aus ihrer Nation, welche sie bewogen werden tonten , sich auf selbigedie ihrer Sprache mächtig, möchte» zugerichtet wer-!zu appliciren, daß sie nemlich alsdenn mehr Gele-den. Die erbaulichen Schriften, welche in Engli-igenheit haben würden , GOtt, seinen Rath undscher Sprache gedruckt wurden, tonten sie sich nicht zmWillen , und also das , was zu ihrem Heil undNutze machen. Und an eine Walllsche Buchdruckerey Seligkeit nöthig sey, erkennen zu lernen, sie nichtward nicht gedacht, weil es theils an den nöthigen rühreten, noch reizeten. Der Herr Jones wardMitteln, theils an Leuten fehlere, die was nützliches!also aus Liebe zu den Seelen seiner ihm anvertrau-hatten drucken lasten können. tcn Gemeine gedrungen, sich auf die Wallische

Man kam also endlich auf den Anschlag, die Wal- Sprache zu legen, und darinn zu predigen; welcheslische Sprache, wo mögliich, gar zu unterdrücken, auch GOtt bey derselben nicht ohne Seegen gelassen,und die Leute zu nöthigen , die Englische Sprache Er war aber damit noch nicht zufrieden, daß nur

zulernen. Man meinte, dieses Vorhaben würdeglücklich von statten gehen, wenn man den Walli-schen Geme nen Prediger aus der Englischen Na-tion vorsetzte. Es wurden also nicht nur Engländerzu Bischöfen über sie gesetzet, sondern auch wirklichan den meisten Orten, tue etwa noch einen Predi

sein Häuflein zur Erkentnis GOttes und Christigebracht werden solte ;. sondern sein Herz verlangtedarnach, daß auch den übrigen unwissenden undverdorbenen Einwohnern darinn Hülfe gesche-hen mögte.

Er gab verschiedenen christlichen Personen inLon-

ger nothdürftig erhalten konten. Englische Prediger, ^don Nachricht von dem gar grossen Verfall derund an manchen Orten auch Schulmeister aus die- christlichen Religion in Wallis. Absonderlich aber

ser Nation, ihnen zugeordnet. Es mögte vielleichtdies Mittel zureichend gewesen se»n, an solchen Oe^ten, wo dergleichen Veränderung gemacht wordenwar, dw Englische Sprache an statt derWallischeneinzuführen, 'wenn die dazu verordnete und eingesetzte Personen allen möglichen Fleiß und Treue bewiesen hätten. Da es aber vielleicht zu viel daranfehlcte ; so ward das Uebel nur ärger. Die armen Leute höreten nun nicht mehr das Wort GO

berichtete er denselben an Sir John Thorold,einen Mann, dem die Ausbreitung des ReichsChristi ebcnfals sehr am Herzen lag. Er that ge-wisse Vorschläge, durchweiche diesem grossen Ver,derben einigermassen abgeholfen werden mögte. Un-ter andern rieth er, daß man darauf bedacht seynmüste , den armen Leuten das Lesen wieder beyzu-bringen , und zwar in ihrer eigenen Sprache; folg-lich, daß hin und wieder Wallische Schulen ange-

tes in ihrer eigenen Sprache; das Englische aber leget werden mästen, in welchen allen denen, dieverstunden sie nicht, und wenige unter ihnen appli sich hierbey finden wolten, sowol alten als Jungen,cirten sich, dasselbe zu erlernen. Und eben dadurch das Lesen, und die ersten Hauptstücke des Catechismiverlohr sich bey den allermeisten die Lust zum Worte beygebracht würden. Da nun aber die wenigsten

GOttes. Viele, die noch vormals Walllsch lesengelernet, vergasten es, und das Englische lernetensie auch nicht. Daraus kontc nun nichts anders,als die äusserste Unwissenheit und Blindheit unter

Orte, wegen ihrer grossen Armuth, nicht selbstSchulen und Schulmeister halten konten ; so thater den Vorschlag, gewisse heruittIehendc Armen-Ppppppp 2 schulen,