I. Cap. M. Abth. von der Lehre.
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zu machen, daß er dem seligen Aaron als Landpre-diger folgen könne; worauf er auch zum Vergnü-gen der Mißionaricn in einer Eatechisakion undVortrag aus eigner Mrditation eine feine Probe
Das wichtigste und merkwürdigste ist, daß GOttdem Rajanaiken einen ganz besondern Eingang un-ter den Römischen zu Tanschaur verliehen. Die bis-herige Gegenwart des römischen Paters in Tanschaur
abgeleget, und nebst dem Gehülfen Rastrppeil daschat dem Evangelio keine Hindernis gemacht, wieWeihnachtsfest mit den Christen imMajaburamschen man zuvor befürchtet; sondern vielmehr, da sehr vie-
Krcise gefeyret. Gedachter Rnsappen hat bey seinen Reisen manchen Heiden, die ihm widersprochen,ein nachdrücklich Zeugnis zu ihrer Beschämung vor-geleget ; andern hat er ihre abentheuerliche Begriffe von der christlichen Religion benommen ; einenseiner heidnischen Blutsfreunde, der ihn selbst ab
le Unlauterkeiten dieses Manns denen, die etwasgenauern Umgang mit ihm gehabt, bekant worden,zur Förderung desselben gereichet. Imivriderheitder Sohn eines dortigen römischen Catecheten, na-mens Schawriiiajagam von den Irthümern derRömischkatholischen überzeuget worden, so daß er sich
sper.stig machen wollen, hak er ernstlich abgewiesen ; ganz frey und öffentlich zu Rajanaike-i gehalten undeinem Haufen Christen , die sich durch einen römi- sich von ihm unterrichten laffen; wodurch viele anscheu Catecheten beynahe hinreisten lassen, heidnischerer Richtigkeit ihrer Lehre irrig geworden, und sichCeremonien mit zu machen , hat er die heidnische bey Rajanalken emgefunden um das Wort G^)r-Tücke der Römischen aufgedecket, und sie also noch tes zu hören. Hingegen sind auch viele dadurch inzu rechter Zelt dovor verwahret, darüber sie recht eine rechte Erbitterung gegen den Schawrmajarfroh worden. So hat auch der tirupalaturcysche gam gesetzet worden, wozu sein leiblicher Vater dasUnreremechel Murrn hier und dar guten Nutzen meiste beygetragen. Denn da dieser Gchawrinaja-geschaft, auch einmal l s Personen nach Lranquebar gam zu seinem Vater gesagt: Ihr wisset, waö ichzur heiligen Taufe gebracht ; er hat auch manchelfür Scrupel und Zweifel an unserer Religion habe,Seele, die sich einige Jahre von der Heerde venr-^darum gehet doch zu unserm Priester und bittet ihn,rer und entfernet gehabt, zur ErkentniS ihres!daß er mich rufen lasse und mir die Zweifel auflöse,Jammers gebracht, daß sie sich wieder hcrbeyge- oder gebet mir Erlaubnis, daß ich hingehe und Michfunden ; einen andern abtrünnigen Christen, der befrage: so ist sein Vater auf ihn sehr böse geworden,heidnischen Greuel getrieben und viele andere ver-.und hat ihn nicht nur ausgeschalten, sondern »stauchfüaret, aber hernach auf dem Felde von, Donner- hingegangen und hat die vornemsten Häupter der rö-wetler erschlagen worden, hat er begraben sollen, mischen Gemeinde wider ihn aufgehetzet; welche dennwelches er ,bcr nicht gethan, auch andern Christen mit erschrecklichen Drohungen von allerhand Ge?zu thun verboten, worauf dessen Weib und andere waltthätrgkeiten, so sie ihm zufügen wollen, auf ihnAnverwandte voller Furcht und Angst zu ihm ge-lungemein losgedrungen, wogegen er sich aber uner-k.'inmeu, und inständig gebeten sie wieder in der,schrecken bezeiget. Da er hierauf mit einem andernGemeinde aufzunehmen , wobey auch ein vor 9'Römischcn bey ajanalkeii gewesen, haben jene hm-Jahren zurückgegangener und je,t aufgewachter geschicket und mit Hauen und Schlagen drohen las-Sünder wieder herbeigekommen, welche er denn öf- se»;beywelcherGeleqenheltScharvrlnajagament--fentlich nach busferriger ErkentniS und Abbitte ihrer decket, er habe selbst gehöret, daß der Pater LeschiSünden wieder aufgenommen hat: ingleichen hakjseinen Christen, befohlen, den Rajanalken todzu-er einem Haufen Muhammedaner, die ihn ange.i schlagen, wo sie ihn fänden, welches ihm aber mehrhöret, seinen besondern Verstand gcrühmet, und zur Befestigung dienen solce. Da hierauf immerihn zu ihrer Religion zu bereden gesuchet haben, mehrere herbey kommen, so sind unter denselben
den grossen Unterschied zwischen beiden Religionengezeigek. Den Gehülfen Hgnas! in Eawastalamhaben viele angesehene Heiden aufgefordert, ihneneine Predigt zu halten, da er ihnen denn die Ab-scheulichkeit des Heidenthums und die Herrlichkeitder christlichen Religion freymüthig vorgestellet;zu anderer Zeit haben einige heidnische Familien,denen er das Evangelium verkündiget, zu ihm gesagt:solche schöne Lehren wollen wir gerne stets hören,und andere vornehme Heiden haben die tamulischeTractätgen, die er ihnen gegeben, mit grosser Ehr-erbietung angenommen und gelesen, r)
-.) L>,ii,iil'l'che Beuchte c>nc^. ,z<». ,^e.
auch zwey der vornemsten römischen Häupter oftganze Tage bey Rajanaikcil gewesen, welche sich un-terschiedliche Capitel aus der Bibel vorlesen und zumTheil erklären laffen, auch wohl zuweilen bey ihmgespeisct haben, welches alles sonst die Römischennicht zu thun pflegen. Es ist inzwischen eben diesesauch von andern geschehen, die jonst unter den Rö-mischen rechte Verfechter ihrer Religion gewesen,jetzt aber, da sie sich zur Anhörung des göttlichenWorts ringefunden, und unter andern aus den
Sprüch-
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