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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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12 54 IV. Fortsetzung k

Aussicht über die Minder zu führen wüste, auch über-dem seine Gabe, andere zu uulerrichrcn, sehr schlechtbefunden worden, so hak man ihn >m Merz dimit,tiret, und den mchrgcdachrcn Isäac an seine Skelte gesctzet. Und weil nunmehro in Tnpaplur einleimerncs Schulhaus aufgebauet ist, so hat er da-selbst seine ordentliche Wohnung bekommen, so daßer einen halben Tag in Tripaplur, und den andernhalben Tag in Wandilpalciam die Minder informi-ren und über die dastge Christen einige Aufsicht ha-ben muß. Man rühmet ihn, daß er sich wohl ver-halte , ein redlich und aufrichtig Gemüth besitze,und immer geschickter zu seiner Arbeit werde, auches nicht viel achte, daß ihm sein Erbtheil von sei.ncn heidnischen Anverwandten gewaltsamer Weisegenommen worden. Seine Stelle bey der Mißi-onSschulc ist mit zween jungen Leuten, Hnbacucjund Andreas besetzt worden. Seit der Abreise-des Catecheten Ainbrom hat man mit diesen sämt-lichen Schulmeistern eine Präpararion angefangen,wozu auch vier von den geschicktesten MalabarischenSchulkunden gezogen worden, um ihnen zu zeigen,wie sie einen Tort catcchisiren, und darüber einenordentlichen Vertrag thun sollen. Die Schule inMalimapodtci ist wieder eingegangen, nachdem dasganze Dorf niedergerissen worden. Die Christenin Mcrhandicuppam sind insgesamt wieder zur rö-mischen Kirche übergegangen, bis auf einen, der so.gar inS Heidenrhum zurückgetreten. UebrigenS hal-ben die Franzosen dies Jahr wiederum zweymal ei-neu Angrif auf Cudulur gewagct; sie sind aber bei-demal glücklich zurückgetrieben worden, b)

Im Jahr 1749. sind zu beiden Gemeinen 42.Personen hinzugekommen. In den Schulen wur-den ;s. Kinder unterrichtet, ncyilich in den tamuli-schen zt und in der portugiesischen 22. Der bis-herige Schulmeister Ifaac, dessen besondere Treuenoch immer qerühmer wird, wurde dies Jahr andes Airrbrcssltt Stelle zum Landcatecheten, undan dessen Stelle des sel. LandprcdigerS AaronsSohn, CurupKdKin zum tamulischeu Schulmei-ster und Scadlcarccheten angenommen,, worauf siebeide mit einander eine Reise ins Land gethan. Vondem erster» macht man sich Hofnung, daß er künf-tighin zum Landprcdigcr mögte zubereitet und bestel-let werden können. Nachdem MadraS von denCngellandcrn wieder in Besitz genommen worden, sohat Herr MißionariuS Breirhaupr den r i. AugustCudulur verlassen, und sich nach Madras, wohiner gleich anfänglich bestirnt gewesen, begeben. Hr.Rternander muste also die Mißten einige Zeit al-

b' Ostindische Bcrici'te tonnn. I XX. p. >694. lg. ,<y<.H. >704- >7r'- l/z2- >74'- l'gg- » 7 ,S- '76».. 1764-

1768- lg- »770-

o«1 -1746. k,'s 17^6.

lein besorgen, bis er »m Deceuib. 1750. an Hrn.Geotg Co»l»v.d HÜLlrma»»» eine» neu-

en >Grh«>lfc» und Collcgcn bekommen. Auster demund denen obgcnante» besinden sich in Dieisslen derMlßion ein Schulmeister und (Gehülfe bey der por-tugiesischen Gemeine, Cäiav pillow, und ein vonTranguebar gesandter tandesgebohrnc Portugiese,Jens IoHwii», der als Calecher und Cantor an-genommen ist c)

Die grosse Unbequemlichkeit, die der Mangrleiner Kirche bisher verursachet, ist nun endlich geho-ben worden, und GiDtl hat der Mlßion ganz un-vcrmuthrt eine Kirche geschcnkct. Es sind nemlichdie römischen Patres aus Veranlassung des franzö-sischen Kriegs voo der englischen Obrigkeit bedeu-tet worden, den Compagiiic^rund zu räume», weilsie vermuthlich von Gebart Franzosen gewesen. Danun auf solche Wcisg.ihre Kirche ledig geworden,fand eine hcchlöbliche Compagnie und das Gouver-nement für gut, besagte Kirche der evangelischenMißion ohne ihr Ansuchen, unter dem Namen CepAuxt-e Christ» emzuraumeu und »hr solche als c.nC>grntcmm zu überlassen; we denn selbige den 2<>.Noveinb wirklich »r englischer, portugiesischer ui«dtamulischer Sprache zum evangelischen Gottesdienstfeycrlichst einweihet worden; von welcher Zeit andie portugiesische Gemeine des Morgens von 9 bis11 Uhr, und die kaniulische Gemeine des Nach-mittags von g bis 5 Uhr. zur Anhörung des WcrcSGOltcö, daselbst sonn - und scyrrräglich zusammenkommen; welche beyde Predigten von dem Mißio-narlo gehalten nachhero aber von dem Cakechercnwiederholet werden. Diese Kirche wurde bald dar-auf, ohne Unkosten der Mißion, auch mit eiucrGlocke versehen, wozu dcr holländische Secunde zuPortonovo, Hr. Ian Salomonoz, etwas von Ja-panischen Kupfer und etwas Am» gcschcnkcr, einanderer Wohlthäter aber noch etwas von Metallhinzugethan, und das Giesserlohn besorget. C-,edieses alles geschahe, harre schon vorher ein uiige-nantcr Wohlthäter hundert Pagoden zur Erbauungeines grossen Saals, der zu einer Kirche dienensolte, gcschenkct, mit dem Versprechen, wenn etwasmchrcrs dazu erfordert werden solle, solches auchnachzugeben. Hierzu war schon den 29. Iul. derGrund von 42. englischen Schuhen lang. und 4I.Schuhen breit, innerhalb den Mauren wirklich gc-lcgct, und die nöthigen Materialien dazu ange-schaft worden. Wegen dcr einfallenden Regenzeitmuste man zwar mit dem Bau inne halten, doch Höf-te mau

c) Offindische Berichte tonnn. kXXlI. p.202--. 1 q 1070.:o7>. tonnn. uxxiU. m der Vorrede P.IV. tvlUln. ».XX».m dcr Lorreec p.r?6.