k. Cap. m. Abth. von der Lehre.
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genöthigct gewesen, ihr Wort Guv ihnen abzubor, damals wütenden ansteckenden Seuche verstorben,gen und in ihre Sprache zu übernehmen. Wenn hak es sich zugetragen, daß derselbe eine für eine
diese Nachricht, die auch von dem Verfasser der zuCoppenhagen 1729. in 8-herauögekoiirmenen Grön-ländische,, perlustrarion bezeuget und bestätigetwird, in der Wahrheit gegründet ist, so ist eS höch-stens zu bewundern, und nicht zu begreifen, da manvon ie her angemerket , auch'die Erfahrung derneuen Zeiten, und die nach und nach gescheheneEntdeckung so vieler vordem unbekanter Länder esbewähret, daß kein Volk so entlegen, so einfältig,so rohe und wildes auch sonst seyn mag, zu finden,bey dem man nicht einige Wissenschaft von GOttangetroffen hätte, wenn sie gleich noch so dunckel,verderbet und irrig, ja gar in Abgötterey verkehretist, wie eö doch möglich sey, daß gleichwol die ar-men Grönländer so gar aller Kundschaft von GOttermangelt haben können, odwol gewiö genug ist,daß ihre Voreltern ehedessrn werden von GOtt undder Religion eine Wissenschaft gehabt haben. Auchnicht die allergeringste nach einiger Religion oder
Hexe gehaltene Frau aus der thörichten Einbildung,als wenn sie mit ihrer Hexerey sein Kind getödtet,auf der Stelle erschlagen; worinn ihn das Kind sel-ber bestärket, indem es in seinen letzten Reden vor-gegeben, daß die Gestalt desselben Weibes allezeitvor ihm stünde, über ihn hcxete, und ihn tödkete.Es ist vormals 0) angemerket werden, wie die Grön-länder meinen, daß, so bald der Mensch sterbe, dieSeele, so sie Targnek nennen, von dem Menschenin den Himmel fahre, der Leib aber in der Erde blei-be und verwese, Und dieses ist die Ursache, warumsie den Verstorbenen, wenn sie solche begraben, ihrim Leben gebrauchtes Fisch-und Jagdgeräkhe beyle-gen, zumal sie in den Gedanken stehen, daß derjeni-ge, so sterbe, anderwärts wieder lebe, wo in MengeRehe zu jagen und Robben zu fangen, u. d.g. woaber oder wie lange, wissen sie nicht, am allerwe-nigsten aber, daß der Leib auch einmal auferstehenwerde, ä)
Götzendienst schmeckende Handlung soll bey ihnen! Von der Abkunft dieses so besondern Volks hatgefunden worden seyn. Sie bilden sich ein, daß obgerühmtcr Herr Anderstem diese Muthmaßung,alles also, wie es ist, von ic her gewesen, und vonsdaß die Vorfahren dieses Volks aus Nordasicn vonselbst entstanden sey. Dringet man in sie, daß es den Samojedlschcn oder Sybcrischen Tartarn her-
gleichwol nicht seyn könne, daß die herrlichen Ge-schöpfe , als die Sonne und andere nicht selten ei-nen Macher gehabt haben, da ja keines ihrer Kähn-chen von selbst entstünde, antworten sie wol, daskanten sie begreifen, kennetcn ihn aber nicht undwüsten nicht, wer er wäre. Einige setzen wol garaus thörichter Einbildung auf ihre Nation hinzu,es müste ein Rallak, das ist, einer von ihrem Vol-ke gewesen seyn, der Himmel und Erde gemachthätte, b)
Immittelst kommen doch bey ihnen einige ohneZ vcifel von ihren ältesten Vorfahren herstammcn-de Gebräuche vor, die den Schein eines Aberglau-bens haben, als die Anhängunq einiger Halsbän-der oder anderer Dinge, als Stücker von altemHol;, Vögelklauen, Rabenschnabel, um vor Krank-heiten bewahret zu werden oder glücklich zu seyn,u. d. m. Allein man merket doch nicht, daß sie da-bey einige Absicht oder Hofnung auf einige über-natürliche göttliche oder teuflische Kraft hätten;sondern sie thun es nur bloshin deswegen, weilsie gesehen, daß es andere also gemacht, und gehö-ret, daß es gut oder diensam seyn solle. Doch müs-sen fie Hexen und Hexerey glauben. Denn imJahr 174z. als einem Grönländer seine Tochter!und ältester Sohn, die er ungemein liebte, an der
stammen, und nach Art der fruchtbaren nordischenVölker, von den ihrigen ausgesaget, und eine neueWohnung und Verbleib, mit Vertreibung der altenBesiüer sich zu suchengenörhigetworden; da sieden»vielleicht durch'Nova Zcwbla ihren Weg genommenund in Ostgrönland (weil sowol dort als hier dieThäler damals mit so vielem Eise und Schnee alsjetziger Zeit annoch nicht angefüllet, noch die Armevon der See, die sie etwa überzusetzen gehabt, mit sovielem Eise, als dermalen belegt gewesen) einge-drungen ; und nachdem sie die daselbst angetroffeneChristen erniordet und sich an ihrer Stelle nieder-gelassen, einen Theil der Ihren hinüber nach West-grönland geschickt, die es mit den dasigen Christennicht besser gemacht. Hr. Ander-son gründet dieseseine Vermuthung auf die vielen Ähnlichkeiten,die sich zwischen den wilden Grönländern und jene»Völkern an der Leibesgesialt, Tracht und Lebensartfinden, c)
Diesen elenden Menschen wäre nun ja wohl sehrzu wünschen, daß ihnen die Gründe der wahren Re-ligion wogten ernstlich beygebracht werden; zumaldiese Menschen, nach Hrn. Andersöns Verßche,Xxx xxx x 2 rung,
c) In diesem M. Theil x. züz.ll) Anderson l. c. §.97. p. ;>§. ly.
bi Andersens Nachrichten von Grönland rc. e) Andersens Nachrichten von Grönland §. 99.
L.96. p. ziz. tijg. izis.lg.