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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
Titel ist: Kort Oncvcrp van <le k-cers cler V^aar-beicl, clic na ric Ooclsaliglieyä i;. Neuere Vriefemelden, daß im Malabarischen die drey ersten E,vangelisten zu Eolumbo wirklich abgedruckt wären,wozu 8 erfahrne und sprachkundige Malabaren er,nennt worden, unter welchen Philipp de Mclho,ein inländischer malabarischer Proponent, der inder lateinischen, griechischen und hebräischen Spra-che wohl bewandert wäre, die erste Stelle bekleidete:
Hr. wezelius aber hätte die Aufsicht, und würdeihm von Wortzu Wort vorgelesen, was sie insMalabarische übersetzet hätten, x)
Durch die Bemühungen des Hrn. Baron vonIliihof ist es dahin gekommen, daß jährlich zweenhalb blanke Seminaristen von dem Seminario zuEolumbo nach Europa gehen, und drey Jahre zuLeiden studircn müssen, denen jährlich zoo. Rthlr.von der Compagnie gereichet werden, und die nachihrer Rückkunft an ihren Landslcuten arbeiten sol-lcn; womit auch bereits A. »744. der Anfang ge-macht worden. Die ersten, die man in solcherAbsicht nach Leiden sendete, machten wirklich durchihr Verhalten gross Hofnung, daß künftig ihreArbeit unter den Heiden von vieler Frucht seynwürde. Daher man im Jahr 1746. wieder vierdergleichen Jünglinge, als 2 Malabaren, r Sin-galescn und > Mestico, nachdem sie durch den un-ermüdeten Eifer des Hrn. Pastor Wezclius indem Seminario zu Eolumbo einen guten Grundgclegct, nach Holland sandte, um zu Leiden, un-ter Anführung des Hrn. Professors, Johann vanden Hoonerr, ihre Studia zu perfcetwniren. Das^nsonderheit diepensylvaiiifchen Kirchen anbetrift,Jahr vorher waren auch zwey Seminaristen, einest man bereits vor langer Zeit bemühet gewesen,Singalcse, und ein Malabar, die nicht nach Eu^den Zustand derselben recht eigentlich zu wissen, umropa gehen können, durch den Kirchenrath zu Ba- ihnen nach Erfordernis ihrer Umstände bcvsprino.cntavia epaminiret, und zu Prcponenten beförderten können. Man konte aber keinen gründlichenworden, h) Mehrgedachter Hr. Baron von Jin- Bericht davon erhalten, ob man wol so viel ver,Hof hat auch im Jahr 1746. zu Valavia, nach spüret konte, daß die Gemeinden um ein merkli-
stalten, die dieser ruhmwürdige Hr. Generalgou-verneur zum Besten der Religion und der Wissen-'schaften getroffen, ist dessen am i. Nov. 1750. zufrühzeitig erfolgtet Tod gar sehr zu bedauren; k)doch schmeichelt man sich mit der Hofnung. seinNachfolger, der neue Hr. Generalgouverneur wosisel, der bisher erster Rath und Gcneraldirector derOstindischen Eompagnie gewesen, und ein qroserFreund der Religion seyn soll, werde sich nicht we-niger angelegen seyn lassen, die Ausbreitung derEhristenthums in diesen Gegenden aufs möglichstezu befördern, l)
Dstindie» ist es indessen nicht allein, allwodie Holländer gute Anstalten zur Ausbreitung derchristlichen Religion gemacht. Auch westindienhat sich nunmchro ihrer besondern Sorgfalt zu er-freuen. Die dasigen Gemeinden, insbesondere »n! 7 lcu - rAieber land, Neu - )?ork , Neu - Alba-nien u. s. f. sind zwar schon vorlängst ein wichtigerGegenstand der Aufmerksamkeit der Holländer ge-wesen, und die ehrwürdige Elaste vo» Amsterdamhat sich nicht entzogen, ihre LiebcSvorsorgc überselbige von Zeit zu Zeit ergehen zu lassen. Inzwi-schen ist dieses etwas geringes gewesen gegen dasje-nige, was in diesen lezten Jahren geschehen, da siesich recht eifrich bemühet haben, von dem wahrenZustand der meistens hirtenlosen .rcformirten Ge-meinden in penfylvanicn, Neu, Jersey, tNarienland und Virginien genaue Erkundigung ein-zuziehen , selbige in gehörige Ordnung zu bringen,und sie mit tüchtigen Lehrern zu versehen. Was
dem Beyspiel von Eolumbo, zu Unterweisung derJugend ein Scminarium von s Elasten errichtet,
ches anwachsen müsten, dieweil sich von Jahr zuIal^r etliche tausend Personen aus der Pfalz,
darinnen auf Kosten der Eompmrgnic g6. Knaben Schweiz und andern Orten in Deutschland, wo-
untcrhalten, und jährlich viere davon nach denNiederlanden auf Akademien gesendet werden sol»len. Es sollen auch Schwarze in dieses Semina-rium aufgenommen werden, da hergegen das zuEolumbo nur für solche gewidmet ist, die von christ-licher, und wenigstens väterlicher Seite Europäi-scher Abkunft sind. i) Bey so manchen guten An-
x) bistor. ecclet. I'. XII. p. rzs.'l'. XIII. p. 55 z.
k) tustor. ecclell 1. XII. p. 1. XIII.
I'. XlV. azo. Iq.
i) Genealog, histor. Nachrichten 4^. IX. p. >c>,o. Ostin-dischc Mißionsbrrichle (iourin I.Xk. in der Vorrede p. 4 .l.omln I-XII. x.;87-
runter sehr viele Reformirten waren, hinüberfüh-ren liessen. Vor ungefehr 20. Jahren kamen einPrediger und Aeltester dieser Gemeinen, namensHr. Weis 'und Hr. Keif nach Holland, erzehltenden Süd, und Nordholländischen Synodis undder Elaste von Amsterdam die dringende Noth derzerstreuten und meistens hirtenlosen Schafe, undsuchten Beystand und Hülfe. Sie wurden sehr
lieb-le) Man lese sein Leben in den neuen gencalog. histor.Nachrichten 1'. II. p. ;8?-I) Neue geneakog. histor. Nachrichten 4*. II p.und Ostiudischc Mißionsberichte l.on-in t.X!I. zs>.