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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
6e la Compagnie 6e lelu;. 1745. ini2. 401.
Seit. x) Seine Meynung gehet dahin, die bcy ^den alten Christen gewöhnliche Disciplin- arcani seySchuld, daß man die Art, die Sakramente zu hal-'ten, nicht so in ihren Büchern lese, als sie heut zuTage in katholischen Kirchen üblich sey. Alles, wasman daher in den Büchern der Alten von Haltungder Sakramente fände, beträfe nur Nebendinge,Gebete so vor, oder gleich nach der Hauptsache ver-richtet worden, aber die Hauptsache sey allemal bisauf die Zeiten verborgen geblieben, da man keineUrsache mehr gefunden, dergleichen Dinge heimlichzu halten. Auf solche Art kan sich freylich der Verfasser durch dergleichen erdachte Erfindung aus102c). Zweifeln helfen, darüber sich sonst die Cri-tici seiner Kirche die Köpfe zerbrochen. In denfalcnlibciz des General-Vicarii und Consistoni desErzbischofs zu Prag von 1746. wird von neuen an-befohlen, die Nahmen der Conßrmirten in eme be-sondere Matricul fleißig aufzuschreiben S. die Leipz.fortgesetzte Samml. 1752- p. 525.
Hicher gehöret auch b.e Verehrung des Cren-zes Christi, wovon der Bcnedictinermönch kvlLgno.sicjuz Xigelbaur in seiner lchlioris 6i6aök,ca 6c 8.Lruci; culcu in Or6ine öcncäiämo, 1746.
in 4. beweisen wollen, daß man von Anfange derKirche her dem Creuze Christi einen Religions-Dienst erwiesen habe, und daß die Benediktinermit der Kirchen solchen Dienst ordentlich beförderthatten.
In der dritten Fortsetzung dieser Kirchenhistorieoben p. 786. ist bereits gemeldet worden, daß derfetzige Pabst Venedict. XlV. verschiedene Fragenwegen der Gemählde des heil. Geistes und der heil.Dreifaltigkeit in einer lateinischen Epistel an denHrn. Bischof zu Augspurg entschieden habe, wir ge-denken also hier nur noch, daß nach der Zeit zuTübingen unter dem Vorsitz Hrn. Canzler Lhri-ssoph Marrh. pfaffs 1746. von Hrn. Ioh.Phi-lip Eßig eine zu solcher Materie gehörige Disputa-tion: Dc co, guo6 licikum cü circa piöiuram 8.8.TUnicari! erpersonarum äiumarum 7) von 4 und ei-nen halben Bog. in 4. vertheidiget worden sey,wo-rinncn das vornehmste beygebracht wird, was vonden gemahlten Bildnissen der göttlichen Personen,und der Dreyeinigkeit verdienet angemerket zu wer-den. So hat auch der Hr. D. zu
nigsberg in dem Pflngstprogrammate 1750. 6«
piöturi», 8p. s. lud iuvcni? speciost form- repracsen-lankibu;, a 6cnc6><Io XlV. ponkiüce romano nupeeprnbibili5auf2 Bog in 4. gehandelt, und darinnendie Gründe geprüfet, um deren willen vcncäiöku; XI V.diese Abbildung des heiligen Geistes verbothen hat»te. Er zeiget, theils daß dieselben sehr unzuläng-lich sind, theils, daß nach Maaßgedung derselbensehr viele weit ärgerlichere Bilder in der römischenKirche müsten abgeschaffet werden. Endlich liier-tet er noch an, daß weder die Gründe noch das stren-ge Verboth des Pabstes bey den Papisten im Kei,che etwas müßen gefruchtet haben, da sie sich nochnicht entschließen können, die Erscheinung der Cre-scentia mit ihn» zu verwerfen: denn man fahre nochimmer fort, dergleichen Abbildungen aufzustellenund zu verehren.
Ävegen der Fassen sind auch verschiedene neuerepäbstlichc und andere Verordnungen ergangen. Die7Blschoffe unter dem Erzbischof zu ^omposscl!hallen sich beschweret, daß er es mit denen Fastta-gen zu hart halrc, dieser hak ihre Beschwerden ansden lktzigen Pabst gelangen lassen, welcher darauf>in zwe» Konstitutionen geantwortet, und sonderlich,anbefohle» har, daß wenn lemand Dispensaklon er-langet, an Fastagen Fleisch zu essen, derselbe nureine Mahlzeit an solchem Tage halten, und durch«aus nicht Fisch und Fleisch zugleich essen solle. DerPrediger-Mönch Daniel Concil, a hat solche Deci-lion des Pabstes, weil sie den alten Fastenrcgulngemäß sey, in einer besondern Schrift, unter demTitel: Commcnrariur in Kcscriptum st.nc6,Äi XlV.a6 ^rckiepilcopum LompolkcIIanum 6e l.cgibu« le-iunii. r,/ 174;. in 4. i Alph. 15 Dogen ver-theidiget, und dargethan, daß damit der Creutz-ZugS-Bulle, welche die Spamer erlangt haben,kein Abbruch geschehen sey. r)
Der jetzige Churfürst zu Mavnz 'Ioh. Friedr.Carl hat auch eine Verordnung in deutscher Spra-che a wegen genauerer Beobachrung der 40.tägigen Fasten, d-dak Maynz den rz sten Jan.1747. publiciren lassen. Ingleicben hat der jetzigeHr. Bischof zu Vres'au Herr Philipp (AorrhardFürst von Schaffgorsch ein lateinisches Schrei-ben b) wegen des Fassens, d. dak. VVrall»I,v>-c6ie r. kcbe. ,749. ausgehen lassen.
Hr. V^ippertu« Cliristian l6usr, ^ltcnburgcnli,kriäcriciam bubconreöt >r hingegen hat in e uer klei-
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, Sieh. mit mehrer» die Xkemoire; (je l'revoux Irnvier,146. p z<. und D-Krafts neue theolog Biblisch, 'k.l.p 10» 107
r) ?eip; fortgcs. Samml. 745-, ») welche in den Weimar, Dittonco- Lcclel. I XI.
v) Einen Auszug davon littet man in den vollständi- 9.7»' ganz eniaeriickt ist.
§en t7a6iricheen von dem Inhalt der kleinen aeavemi-l b) Welches gleichfalls in den citirtcn ^ u . -
faxn «chrsslcn »747. 9. is-. >9.406-41;. ganz eingerückt zu finden.