834
i-'-.. in ^ Nackt des 1. Juli eine kleine Abtheilung seines inJerichow MrE-kgelassenm Fußvolks in Kähnen über die Elbedem ienseits gelegenen Städtchen Tangermunde über,griff die feindliche Wache am Ufer mit großer Entschlossenheit an,und hieb viele nieder. ^
Doch konnten die tapfern Schweden nicht
und in dem Orte Lärmsie war nur 120 MannAber Gustav Adolphsstürmten das Schloß vonPetarde wurde das Thor
verhindern, daß Mehrere entrannenmachten, worauf die Besatzung —stark — sich in das Schloß zurückzog.
Soldaten drangen unaufhaltsam nachdrei Seiten, durch eine angehängte
gesprengt; vierzig von den Feinden fielen als Opfer der erstenWuth, die übrigen erhielten das Leben geschenkt. So faßten dieSchweden am 1. Juli 1631 alten Styles festen Fuß auf demlinken Ufer der Elbe. In größter Eile wurden alle Fähren undSchiffe in der ganzen Umgegend zusammengebracht, am 3. standdie neue Schiffbrücke fertig da. Nun rückte Gustav Adolphmit der Reiterei, dem Reste des Fußvolks und dem Geschützehinüber, und ließ die Schanze wieder herstellen, welche der dä-nische General Fuchs im Jahr 1626 bei Tangermünde an-gelegt hatte. Das Fußvolk wurde in die Stadt gelagert, woGustav Adolph selbst sein Quartier nahm, die Reiterei indie Nähe verlegt, und auf Streifparthcien ausgesandt. Sie lei-stete wichtige Dienste, eroberte die Städtchen Stendalund Arneburg, und säuberte das umliegende Land vonden kleinen kaiserlichen Garnisonen, die sich nach Gardelegenund von da auf Magdeburg zurückzogen. Am 9. Juli fielauch das wichtige Havelberg, das der König, der schon dietreffliche Stellung von Werben im Auge hatte, mit aller Macht-angreifen ließ. Banner bedrängte von dem schon früher ero-berten Dvmhofe aus den Feind in Havelberg. Auf seinenBefehl drang Oberst Wink! er mit dem blauen Regimentüber die Havel nach der Stadt hinüber; trotz des heftigstenFeuers, und obgleich das Wasser seinen Soldaten bis unter dieArme ging, erstieg er das User, und hieb Alles nieder,was sich zur Wehre sezte. Die Andern retteten sich auf denKirchhof, warfen dort die Waffen nieder und baten um Quar-tier, das ihnen auch bewilligt wurde. Die Zahl der Gefangenenbetrug 440, die der Verödeten 300 Mann. Die Schwedenwaren jezt Meister des ganzen Havel flusses von seiner Quellebis zur Mündung in die Elbe unterhalb Werben.
Gustav Adolph war seither in Tangermünde geblie-ben, um die Ankunft des Fußvolks abzuwarten, das erst den
Ur i cho w und Magdeburg berannte, und Mienetbeilttn« kÄ^^"A?"3deburg übersetzen zu wollen, fuhr eine Ab-Anscke?n^n^?^d'schen Fußvolks auf Kähnen über den Fluß. AllemÜeberaanaKn»ne!"^ Adolph den Feind über den wahren
g g Punkt tauschen, was chm auch vollständig gelang.