Vorrede. n
keit und anständigen Sitten anführen , ent-halten und vorgeleget werden.
Diese Rede bedunkte mich so, wie sie in sichsechsten auch war, vernünftig und in den Re-geln der Weißheit gegründet, und von der-selben Zeit an habe ich mir vorgenommen dieHand an das Werk zu legen , und ich weißnicht, wie ich so lange die Ausführung einesWerks, zu welchem mich verschiedene Ursa-chen bewegen sotten , unterlassen habe, dannerstlich soll es einem Mann , der auf einerunsrer Hohenfchulen eine Stelle bekleidet, an-gelegen seyn, mit allem Vermögen dahin zutrachten, daß unsere Sprache bey den Aus-ländern gemein werde. Ein anderer Beweg-Grund , der stärker ist als der erste, ist die-ser ,<j»daß eine solche Sammlung von auserle-senen Gedanken von vielen jungen und altenLeuten als ein Hand-Buch wurde aufgenom-men und gelesen werden, dadurch junge Ge-müther die Tugend, Liebe und Annehm-lichkeit erwerben würden , als ohne welcheman weder glückselig noch der allgemeinenGesellschaft nützlich und dienstlich seyn kan.
Damit ich aber meinen Zweck erreichenkönne, welcher zweyfach war , so mußte ichdiese auserlesene Stellen des Cicero in dasFranzösische übersetzen , weil ich gesinnet bindarmit denen zu dienen, welche unsere Spra-che erlehrnen wollen, und ich mußte einenalten Autoren auslesen, mit .welchem