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Auserlesene Gedanken aus den Schriften des M. T. Cicero / zum Gebrauch der Schulen zu Paris zusammen getragen von Hrn. Abt d'Olivet, und mit Anmerkungen erläutert
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Borrede.

ich zu meiner Absicht gelangete. Und wo hätteich einen gefunden, in welchem ich zugleichdie reine latimiche Sprache und die vortreff-liche Sitten-Lehre hätte beysammen gefunden/wie bey dem Cicero: Weil aber die Werke desCicero sehr verschieden / und von allerhandDingen handeln, deren Erkänntniß ohne gros-sen Nutzen ist , auch viele Stellen sehr schwerund der Jugend unverständlich / so glaubte ichnicht übel zu thun / wann ich mich vergnü-gen würde abgebrochne Gedanken / die übermoralische Wahrheiten in sich halten / fürmeine Absicht auszuleserr / und zwar um soviel desto mehr , als Knaben / die noch nichtzn reiffem Verstand angewachsen / nicht imStande sind einen langen Oilcourg oder Redezu fassen, auch glaube ich nicht, daß sie fähigseyen alle kurzgefaßte Wahrheiten zu beAeis-fen, dergleichen in den Werken des Ciceroauch oft vorkommen; Eine Gedanken kau vonjungen Leuten nicht wohl begriffen werden/es sey dann daß sie von einem geschickten Lehr-meister ausgedähnet/ und mit aller ihrer Zier-lichkeit in vollkommenem Licht und Einfalt vor-geleget werde / und wann schon eine solcheeinzele Gedanken / die kurz ist / sehr deutlichwäre / so ist dennoch zu fürchten, daß selbigein dem Gemüth eines jungen Menschen keinengrossen Eindruck machen würde/ weil sie ver-muthlich wegen ihrer Kürze nicht beobachtet/oder bey einem siüchtigen Gemüthe ohne ge-nügsame Betrachtung gleichsam vorbey fliegen

wür-