Buch 
Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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LV Vorrede des Beförderers

sehr vieles, was man gar wohl wissen soll, völlig auige-lassen, und die Zeugnisse nur am Ende eines jeden Zjisa-tzes gleichsam auf einen Hausen miteinander zusammeige-bracht; durch welche Weise es beschwerlich wird abzuich-men , welche aus den vorgegangenen Sätzen durch slbeZeugnisse bestättiget werden.

Diese und noch andere Ursachen waren es, welche )enPriester des französischen Oratoriums Franciscus Äna-tus Pouget, um die alten Katholischen in der reinen leh-re zu bestattigen; iene, die sich erst kürzlich zu dem kccho-lischen Glauben bekannt haben, zu unterrichten; vier,was er gewunschen, die sich zu bekehren noch weigert,«,zu selbem anzulocken, bewogen haben dieses Merk, wel-ches ich nach seiner eigenen Übersetzung in die lateinicheSv-ache iht herausgebe, in seiner Muttersprache, ncm-lich der französischen, zu schreiben ; wie auch einer solöenSchreibart und Einrichtung sich zu bedienen , daß es so-wohl den Gelehrten als Ungelehrten könnte nützlich seyn ,und mit größtem Vortheile, sogar auch von den Einsal-tigern , gelesen werden. Er hat sich aber bemühet in die-sem Buche nicht nur die vornehmsten Hauptlehren, An-dern auch die unwiderleglichen Sähe der ganzen Goties-gelehrtheit, welche theils in der heiligen Schrift, theilsin der Erblehre enthalten sind, das ist, welche von denAposteln bis auf uns entweder durch die Satzungen derKirchenräthe, oder durch die Schriften der heiligen-ter, die in den verschiedenen Zeiten der Kirche berühmtwaren, gleichsam in die Hände sind übergeben worden,vorzutragen. Damit nun alle und jede erkennen möch-ten, daß jenes, was in dem Verlaufe dieses ganzen Werkesbevgebracht wird, sich nicht auf die Meynung eines Men-schen , sondern auf das heilige Ansehen der von Christ-selbst unterrichteten Kirche gründe: hat er die Stellen derheiligen Schrift, die Satzungen der Kirchenräthe, alleKapitel der heiligen Väter, welche eben das mit eben sol-chen oder gleichen Worten sagen, oder welche doch aufeben selben Ausspruch hinausgehen, an dem Rande an-