Xl-VIII Vorrede des Uebersetzers
Männer, welche der Cardinal und Erzbischofvon Paris de Noailles bestellet hat zur Untersu- !chung und Einrichtung der Kwchengebräuche undGepränge seines Bißthumes von Paris. End-lich hat er durch bestänorges Lesen, ohne welchesja nicht möglich gewesen wäre dieses Werk seinerkatholischen Unterweisungen zu Stande zu brin-gen , sogar das größte leidliche Gut eines Men-schen, nämlich das Augenlicht, theils ungemeingeschwächet, theils gar verloren. Die zweyteUrsache ist, weil es genug, und überflüssig ge-nug für Pouget seyn mag,daß er ein so mühsames,so nützliches, so unvergleichliches Werk in die-sem Buche nicht nur den gemeinen, sondern auchgelehrten Leuten hinterlassen hat, von welchemman mit Wahrheit nicht wenigeres sagen kann,weder soll, als daß es ein ausgemachtes, voll-kommenes , und niemal genug anzurühmendesWerk sey, und verbleibe. Lobes genug: dasWerk lobet den Meister.
Die Franzosen haben bey ihren Christenlehreneine weit andere Einrichtung als wir Deutsche;wie man dieses aus den Christenlehrbüchern desFleury, Pouget, und des Bougeant sehen kann,und muß. Selbe tragen nicht schlechterdings,wie es bey uns schon zum Brauche geworden,die Glaubens- oder Sittenlehre vor, sondern ge-hen werters aufdie Geschichte hinein, von welchersie einen kurzen, aber doch hinlänglichen, undsehr nützlichen Begriff zu geben wissen: und ausdiesem hernach die nothwendigen Lehren heraus-ziehen , beyde geschicklichst zusammenfügen, und