in die deutsche Sprüche. XI^IH
auf eine gar leichte Weift den Gläubigen beyzu-bringen sich angelegen seyn lassen. Weil nun dieGeschichten, wie es jedermann gerne zugebenwird , gar was reizendes und sehr annehmliches; an sich haben: benehmen oder vermindern sie we-' nigst das Dunkle und Verdrüßliche, welches mitden Glaubens - oder Sittenlchren vielmal, undnicht wenig verknüpfet ist: sie verschaffen sich da-durch einen merklichen Vortheil, und bringen ih-re Sache gewiß zu einer grossen Vollkommenheit;weil ja nach dem Ausspruche des venusimschenDichters
Wer antet Liebliches, was nützlich, mischen kann»
Derists, der Lob verdient, und doppelt recht gethan.
Von wenigen wird man dieses mit mehrererWahrheit sagen können als von Pouget, welcherda ein Meister zu seyn fürwahr genug bewiesen,und also bewiesen hat, daß ihm jedermann alseinem vollkommensten Christenlehrer gerne dasZeugniß giebt. Er hat sich. den Nutzen zumHauptziele gesetzet; und dabey des Annehmli-chen nicht vergessen. Er hat die nothwendigenGlaubens - und Sittenlchren mitgetheilet; undderselben Ursprung oder rechten Grund zu zeigendie Geschichte zu Hilfe genommen. Er hat wahr-hafte, gute, vollkommene Christen zu machengestlchet; und sie nicht in einer unwissenden Ein-falt oder einfältigen Unwissenheit vieler so nützli-chen Dinge lassen gewollt. Er hat endlich so-wohl den Unverständigem als auch den Gelehr-ten ein Schuldner zu seyn geglaubet; und jenen O
V 2 das