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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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r r i Theil, i Abtheilung.

Widersprechungrn des Gewissens unterdrücket und beyseitS g«sehet, könnte er alle Ausgelassenheiten mit grösserer Freyherrbegehen. Vieleicht treibt das verderbte Gemüth endlich denGottlosen dahin an, daß er einen Gott zu seyn gänzlich vernei,ne. Allein, er mag wollen oder nicht, so ist doch die Erkennt-»uiß eines Gottes den menschlichen Gemüthern also stark ringe»drücket, daß selbe kaum, oder gar nicht mag vertilget wer,den. (A)

F. Wie können wir uns das Daseyn des grossen Gottesalso beweisen, daß unser Verstand weiters an diesem nichtmehr zweifeln möge ?

A. Man kann dieses mit allerhand Beweisen darchun.Selbes zeigen die bey ledern anzutreffenden innerlichen Gc-müthsrriebe, die Erfahrniß, der auf die sichersten Beweise sichgründende Glauben, und endlich die vielfältigen, arrs den au-genscheinlichsten Grundsähen hergeleiteten Vernunftschlüffsüberzeugen uns dessen.

F. Was verstehst du unter dem bey jedem anzutreffendeninnerlichen Gemüthstriebe?

2 l. Ich verstehe die dem Verstände der Menschen eingrdrückte Erkenntniß einer Gottheit.

Es giebt also kein Volk, welches nicht einen Gott vereh-ret : und in den Gefahren, Trangsalen, und gählingen Zufäl-len wendet sich ein jeder, auch ohne sich daraufzrr bedenken, zuGott; weil ihm dieses die angebohrne natürliche Neigungeingiebr. Und dieses nennet Tertullianus das Zeugniß dervon der Natur aus christlichen Seele, (s!)

Da mag man auch billig herziehen, was in dem viertenPsalme, 7 V. enthalten ist : Das Licht deines Angesichtes,o Herr ! ist auf uns gezeichnet.

F. Wie zeiget uns die Erfahrniß, daß ein Gott sey ?

A. r. Wir erfahren täglich die väterliche Fürsorge deShöchsten Gorres über uns, dessen geneigtwillige Gütigkei: un-ser Bitten zu erhören; zuweilen seine augenscheinliche Gecech-_tig-

(L) 8. IrE. 106 in o. 4, (Z) lenast»

Axoloxet.,7.