Buch 
Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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l Theil, i Abtheilung.

Pein lnüßte man nicht einen Streit anfangen, sondern selbenals einen Thörichten in seiner Blindheit stecken lassen.

F. Durch welche Beweise zeiget der befestigte Glauben !das Daseyn eines Gottes? ?

A. Gott selbst hat sein Daseyn den Menschen durch die >augenscheinlichsten Beweise dargethan. Ich zeige dieses.Wasimmerdie christliche Religion die wahre zu seyn beweißt,muß uns auch folglich überzeugen, daß es einen höchsten Gottgebe; denn die christliche Religion hat keinen Wen Grund,wenn es keinen Gott giebt. Allein daß die christliche Religiondie wahre sey, kann man mit so gewissen und klaren Beweisendarthun, als man immer fodern mag. Diese werde ich in die-sem ganzen Buche kürzlich beybringen. (0)

F. Welche sind die augenscheinlichsten Grundsätze, durchwelche das Daseyn eines Gottes bewiesen wird ?

A. Diese da herzusetzen will mir als einem ChristenlehrerNicht obliegen ; doch sind selbe sehr gewisse, und unwider-sprechliche. Wer eine Begierde hat dieselbe zu lesen , magsich erkundigen bey den Weltweisen und Gottesgelehrten, wel-che von diesen vieles, lind gewiß sehrgut geschrieben»

Zweyter Absatz.

Von dem Wesen, und den Vollkomenheiren Gottes.

L. Was ist Gott?

A. Ich bin, der ich bin, sagete Gott selbst, als er demMoyseS, der ihn um eben dieses befraget hat, antwortete. (A)Man kann nichts besseres als dieses sagen oder ausdenken dasgöttliche Wesen zu erklären, soviel wir bey verfinstertem Ver-sande in diesem Leben begreifen mögen.

L. Was will dieses sagen : Ich bin, der ich bin ?

A. Es will soviel sagen: Gott sey, mit den Gottesgcrkehrten zu reden, ein Ding von sich selbst, das ist, ein Ding,welches von keinen» andern abhängt, sowohl in dem, daß es

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