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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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I Kapitel. 4 Abjatz.

einiges Ding; es sind aber in Gott drey Personen, die an sichunterschieden sind. (L) Die erste Person wird genannt derVater, die zweyte der Sohn, die dritte der heilige Geist. Esgiebt einen Gott Vater, einen Gott Sohn, einen Gott hei-ligen Geist; und dennoch sind nicht drey Götter, sondernes ist nur ein einziger Gott; (Lvm'a. Ktsinri.) weil in dendreyen Personen, und in stder derselben, eben dasselbe We-sen ist. Aus diesem folget, daß aus diesen dreyen Personen ei-ne jede der andern gleich, und eben so ewig, herrlich, und gänz-lich vollkommen ist. Diese drey , wie der heilige Apostel Io<annes saget, (i Br. Joan. 5, 7.) sind ein Ding.

Der Vater ist von keiner andern Person hervorgebracht,sondern er ist die erste, und der Ursprung der übrigen. DerVater wird er genannt, weil er von Ewigkeit her zeuget einensich gleichen Sohn, das ist, der das nämliche Wesen hat wieder Vater: einen Gott von Gott, ein Licht von dem Lich-te, einen wahren Gott von dem wahren Gott. ( 0 )

Der Sohn ist von Ewigkeit her von, Vater gebohren.Ich sage: gebohren, und nicht erschaffen. Man giebt ihmauch andere Nämen, nämlich, das Wort des Vaters , dieWeisheit des Vaters. Daß dieses Wort das nämliche We-sen habe mit dem Vater, haben schier in jedem Jahrhunder-te viele Ketzer verneinet, deren irrige Meynung die Kircheöfters widerleget hat, und sehr viele Beweise aus der heiligenSchrift beygebracht nach der einhelligen Auslegung derheiligen Väter, und dem Verstände der gewissesten Ueber-gäbe. (L)

Der heilige Geist kömmt her von dem Vater und Sohneals von einem Ursprünge, und wird nicht erzeuget. Der hei-lige Geist ist das Ziel der gegenseitigen Liebe, welche der Ba-rer und Sohn gegeneinander tragen. Die so genannten ma-

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(L) IVlsttli. 28» 2Z. gor.n. 8, 46 . Rvlik. I .lösn. z« 7.8. LapM. Luorr. i in 68 . v. 5. (v) Lons. di-esen. 4 om. 260ns. 5 . I,. 4 äs l'rimt. e. 30, n. 27.

(L) LaU. 2 , 7. yrovord. 8, 22 öc logg. JoLn. i. r, F.

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