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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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r- r Theil, r Abtheilung. ^

cedonianischen Ketzer haben vormals nicht zugegeben, daß derheilige Geist ein wahrer Gott sey : fie sind aber auch von derKirche verworfen , und durch klare Beweise der göttlichenSchrift und der Uebergabe überwiesen worden. (?)

Es behaupten noch einige, daß der heilige Geist nur von-em Vater herkomme: und dieser Irrlehre pflichten die jün-gern Griechen bey, welche durch eine Spaltung sich von derrömischen Kirche abgesönderet haben. Allein auch wider die-se streiten die klaren Zeugnisse der heiligen Schrift und Ue-bergabe , daß sie also mit Rechte und billig von der Kirchesind ausgeschlossen worden. (6)

F. Es ist ja der Vater, weil er gezeuget, älter als derSohn ; und hiemit der Vater und der Sohn älter als derheilige Geist, daß also diese drey Personen im Alter und an-dern nicht gleich sind ?

A. Laß dir nur dieses nicht in den Sinn kommen; dennin den göttlichen Personen giebt es nichts von einer Folge ei-ner nach der andern, sondern alles ist ewig. Der Sohn wirdvon Ewigkeit her gezeuget, und der heilige Geist von Ewig-keit hervorgebracht, daß also, wie der Vater ewig, alsoauch der Sohn ewig, und der heilige Geist ewig ist. Was inun ewig ist, hat Nichts älteres. (Ü) ;

Es darf dich auch nicht irre machen, daß es scheuch als,wenn ein zeugendes oder hervorbringendes Ding älter wäre ials das gebohrne oder hervorgebrachte Wesen. ^

Denn in göttlichen Dingen laßt sich dieses nicht behau- i

pten; indem es sogar in leiblichen Sachen nicht allzeit wahp >

ist. '

(?) Z, 8- Hagllü. lrsöb. ivZ in ^c>»n. n. z. ör b,.

6 <ls lrimt. c. 6 , n- 7- ^ l.- iZ <le leimt. c. ry , n. Z/. 8.Lpipbrm. lom. i. Z Useres. n. (6) gasn. iZ , 26. 6cc. > 6, -4 6c leg. 8.^u^.lrE-99 in ^osa. n. 4 6c 16. l<leni l,,v<je leimt. e. 14, n. 15. (U) 8. Ambras, kxpoüt. LvsriA.

rwo. s,ul:. k., ri, n. rr. 8. 8erm. 217 6s verb. Lv»n^.

Io»n. i, 0.4, n. 6. 6r 0. 7 , n, iv. 6c c. 8. n. n. 6r 0. y, n. 12.

Lxv. rr», n. rz, Iäsm8orm. ir8 , k». S. öc cont. 8erm. eU'ian.v. 4. n. 4. Lr äk leinit. b., 4. c. 20 » n. 29. 8. .Lpipk^n. »<lv.l,. ri , loyr. r» User, 62.0. zrÄ4.