3 Kapitel, i Absatz. 51
2 l. Dieser hat die Gestalt einer Schlange angenommen,sich zu der Eva begeben, und gesaget: (Genes, z, 4 und 5.)Ihr werdet nicht sterben, sondern an welchen! Lage ihrvon selber (Frucht) essen werdet, werden euch die Au-gen aufgehen, und ihr den Göttern gleich seynindemihr das Gute und Böse wissen werdet.
L. Warum hat der Teufel die Menschen verführen wollen ?
A. Die Misgunst und der Neid haben ihn dahin gebracht,damit er die Menschen mit sich in das Verderben stürzen, unddie ewige Glückseligkeit zu erlangen sie verhindern möchte, zuwelcher die Menschen , ebensowohl als die Engel , sind er-schaffen worden. (6)
L. Warum hat sich die Eva von dem Teufel hintergehenlassen?
A. Wenn man die Beschaffenheit dieser Sünde, und dieUrsache was genauers durchsuchet, sieht man genug , daß dieUrsachen der Sünde bey der Eva gewesen anfänglich die Hostfart, hernach der Vorwitz, und endlich eine unbillige Be-gierde zu essen.
Und zwar die Hoffart: sie hat nämlich Gott dem Aller-höchsten gleich seyn wollen , und wider Gott ihren Erschaffet,so zu sagen, sich aufgelehnet.
Der Vorwitz; denn sie hat erfahren wollen, ob sie wahr-haftig die Wissenschaft des Guten und Dösen erlangen wür-be , sobald sie von der Frucht gegessen hätte.
Die unbillige Begierde zu essen; denn weil die Fruchtschön anzusehen ihr vorkam, hat sie auch gewollt daraufkom-men , ob sie zu gemessen annehmlich wäre. (( )
F. Hac die Sünde bey dem Adam eben diesen Anfang»Ursache, und Weise gehabt ?
A. Von diesem redet weitläuftig und öfters der heiligeAugustinus, und saget, daß die Sünde bey ihm von der Host
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(L) 8ap. 2» 24. losn. 8, 44- M 6enes. § öc ldg. 8.kArygotk. Üom. i6 in 6eues. 8. äs sä lit. 1^. 8 .
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