4 Kapitel. 2t Absatz. izy
wMe am Sabbate zum Gottesdienste zusammen gekommen,hat er an einem Tage umbringen , und die Stadt in Brandstecken lassen. Er ist aber endlich voi Gott geftrafet worden,und hat einen elenden Tod genommen.
Zur Zeit der so grausamen Regierung des Antiochns hatJudas der Machabäer ein Sohn des MarhathiaS, und neunandere mit ihm, um der Verfolgung auszuweichen , in dasGebirg sich begeben, alwo sie gleich den Thieren gelebet, unddas Gras für ihre Speise gehabt, danit sie an der Verun-reinigung keinen Theil hätten. (2 B. der Mach. 5, 27.)
Nachmals hat Mathathias zur Benützung seines Vol-kes und Glaubens, nach dessen Tode aber Judas der Macharbäer, noch bey Lebzeiten des Antiochns, die Waffen er«griffen, (/y
Obschon das jüdische Volk bis auf die Zeiten des Matha-thias unter den vorher gemeldten Regenten gestanden, hattedoch einigermassen dieses Volk die oberste Gewalt. Es wur-de das Volk, wie in einem gemeinen Wesen, durch die ho-chen Priester und den obersten Rath, welchen man Sanedrinnannte, beherrschet, und mußte nur den Königen, von wels-chen es in den Kriegen ist überwunden worden, jährliche Ab-gaben erlegen.
F. War es nicht unrecht, daß Mathathias und seinSohn Judas der Machabäer wider den Antiochns die Waf-fen ergriffen haben unter dem Verwände ihren Glauben, dender gottlose König verfolgete, zu vertheidigen ?
2!. !. Der höchsten und rechtmässigen Macht der Königeunter dem Verwände der Verfolgung oder des Glaubens sichzu widersetzen ist niemals erlaubet. Als Petrus Christumbeschützen wollte, und sich des Schwertes bedienete, hat ihmChristus gesaget: (Ivan. 18 , ri.) Stecke dein Schwertin die Scheide, (ö) Die ersten Christen vcrmcyneten, es wä-re ihnen niemals erlaubt den Glauben wider die Grausamkeit
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( 4 ) b,idroL lVlscbsbseorum . Lr ^olepbi h-ibros n LclaHist. ubi erxjem kullori stzsto äeicripts le^es. 8.
L. i8 «ie Liv. i). c. 45, 0. i, 2 LZ. (ö) Llsttk. 26»52.