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7 Kapitel. 22 Absaß, n Zahl.
durch welchen man selbes gewiß weis. Doch sind von die-ser Regel jene ausgenommen , r. Welche öffentlich in einemsolchen Stande sich befinden , der sie verschreyt machet; der-gleichen sind die Cvmödiamen und andere, welche, um eineKurzweil zu machen, oder zum Sprechen, Singen, undTanzen auf der Schaubühne sich sehen lassen, und durch die-se Kunst sich ernähren. (O) 2. Die Weibsbilder, wenn sieetwa mit unehrbarer Kleidung und Ausbuhe, mit entblößterBrust , und einem schändlich angestrichenen oder bemaltenAngesichte zum heiligen Opfer hinzugehen sich unterstehen,z. Wer immer bey dem hochheiligen Meßopfer sich also auf-führet, daß bey den Anwesenden eine öffentliche und allge-meine Aergerniß entsteht. Doch muß bey allen diesen derPriester allzeit sinnen Eisir mit der Bescheidenheit mässigen.
F. In welcher Ordnung solle man zu opfern gehen ?
A. Zuerst sollen die Geistlichen opfern, hernach die Welt-lichen ein jeder nach seiner Würde, und endlich die Weibs-bilder.
X!. Von dem Opfern des Brodes und Weines, wel-ches von dem Priester besonders geschieht.
L. Was thut der Priester, nachdem die Gegenwärtigengeopfert haben ?
A. Vormals nahm der Priester, wie ich schon (Imvorgeh. Abs.) gesaget habe, von den Opfern der Anwesendenaus der Hand des Diacons, so viel zu seiner und des Vol-kes Communion nothwendig war, welches er auch Gott opfer-te, und das Opfer selbst und den Altar beräucherte.
Jht aber nimmt er das von den Altarsdienern bereitete,nicht aber von dem gegenwärtigen Volke geopferte Brod, rin-den mit Wasser vermischten Wein aus der Hand des Diaconsim Namen des Volkes, opferet das Brod, und hernach denmit Wasser gemischten Wein, und spricht die zum Opfer desBrodes, und hernach des Weins vorgeschriebenen Worte.
S. Mit welchen Worten opferet er das Brod ?
A. Mit
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i kreetor». §. r. üc I.. 2 < 2 uoä »it. §. ult.