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führung eines weitlauftigeu Entwurf-umgieng, ward er den >4. Mayi6io. von Ravaillac ermordet,nachdem er r>. Jahr regiert. Manerzählt gemeiniglich, dieß Unglücksey ihm den Tag vorher vorausge-sagt worden, so aber eine Fabel ist.Heinrich ist einer der besten undgrößten Könige gewesen, dir jemalsin der Welt regieret haben. Erbesaß eine vortresiiche BeurtheiiungS.kraft, eine ungemeine Freymülhig-keil, eine reitzende Einfalt in seinenSitten, eine erhabene und großmü-thige DenkungSart, eine geschickteStaatsklugheit und eine unüberwind-liche Herzhascigkeit- Niemals hatein Prinz mehr Tätigkeit und Gnadegegen seine Unterthanen gehabt, undmehr verdient von ihnen geliebt zuwerden. Er hatte die Absicht, seinKönigreich in einen solchen Stand zusetzen, daß, wie er zu sagen »siegte,der geringste seiner Untercha-nen Sonntags ein Huhn inseinen Topf stecken sollte; Ge-wiß ein königliches Vorhaben , daßdenen weitläustigen Entwürfen derAlexander und der Cäsar weit vor-zuziehen. Dannoch wird man schwer-lich einen Prinzen finden, dem manso oft nach dem Leben gestanden.Dann ohne von dem parisischen Blut-bad zu reden, so haben noch vorRavaillac der Barriere, JohannChatel (s. sein Art.) Peter Ovinihm das Leben nehmen wollen.Nachdem er seine Ehe mit Marga-rets von Valois vor null und nich-tig erklären lassen, so heyrathetr er1600. die Maria von Mrdici6,undzeugte Ludwig Xlll. mit ihr, soihm in der Regierung gefolgt- Mantadelt mit Recht an ihm, daß er derLiede zu sehr ergeben gewesen, undviele Beyschläferinnen gehalten.Dann ausser der Gabrielte vonEstrseS, die er zu heyrathen Wil-lens gewesen seyn soll, halte er
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noch die Henriette von Balzac vonEntragues; Herzoginn von Ver.neuil; Jacquelina von Beuil, Grä-finn von Moret; Charlotte des Es-sarts, Gräfinn von Romorantin,und andre mehr. Doch ließ er sichniemals von ihnen beherrschen, undso bald sie hartnäckig seyn wollten,sagte er zu ihnen, er wolle lie-ber zehrn Maitreffen wie sieseyen verliehren, als eineneinigen getreuen Diener, wieSully, der ihn» zu ehrlichenund nützlichen Geschäften nö-thig sey. Wer mehr von diesemPrinzen unterrichtet seyn will, leseseine vortresiiche Lebensbeschreibung >Von üaräuin cle kerellxe und dieiVIcmoires ite 8u>Iy. Mit ihm Sfieog die Regierung des HauseS !>Bourbon an. l
Heinrich I. König in Engelland und ^Herzog der Normandie, wegen sei-ner Wissenschaft Llericus genannt,war Wilhelms des Eroberersjüngster Sohn und Wilhelms deS .Rothen und Roberts mit dem !kurzen Bein Bruder. Dieser be- ,fand sich eben im gelobten Lande, als >Wilhelm der Rothe noo. durcheinen Unglücksfall gelobtet wurde. ^
Heinrich machte sich diesen Umstand !
zu nutz, und ließ sich zum König !von Engelland krönen. AIS Robert ^in sein Herzogthum Normandie zu-rückkam, sammlete er Völker, undsetzte zu Porlsmouth an Land, umsein Recht auj die Krone Engellandgelten zu machen. Heinrich ver-glich sich aber mit ihm, und ver-sprach ihm einen jährlichen Tributvon;ooo. Marken zu bezahlen.
Als aber dieser Tribut schlecht abge-tragen wurde, gieng der Krieg kurzeZeit hernach wieder an. Heinrichgieng in die Normandie, und be-mächtigte sich derselben nach demTreffen von Tmchebray den 27.
Sept.