Band 
Erster Theil
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Drittes Buch.

219

Die Meynung ist: »Valentianus seye einer der fürtreffltchsten Bt- ^ § M„schössen gewesen,gutthättg gegen die Armen; habe die Nackenden be-„kleidetchabe sich mitleidig erzeigt gegen die Gefangenen,werde deßwe-„gen von männigltchhochbetraurer und für unsterblich geachtet. Habe„ohngefehr 70. Jahr in dieser Welt zugebracht. Oepolim« iüb Oiebus„ 8 ecunciis 'äiams 8 eptembris, sehe am 12. Tag Herbstm. begraben,

,,pvü Lonlularum kLÜIü Viri Llariüimi Lvniulis, nachdem Paulinus» Bürgermeister gewesen, in der xi. Römer-Zahl, das ist im Jahr„Christi 548. Diese Grabschrifftseyegestellet worden durch Pauli-„num des Valenttntani Bruders Sohn.« Weilen Vaientinianus indieser Kirch begraben worden, vermeynen etliche, sagt Herr Guler, erseyederselbigen Kirch Stiffter worden, und werde Lucius vormals nuretn Zell oder Bätthäußlein dahin gesetzt haben, mir der Zerr aber seyeein Benedietiner-Closter dahin komen.Bueelinus erkühnt sich zusagen,

Bischoff Vaientinianus habe diesen Orden daselbst eingeführt. Aber Ob dieserwie dasjenige, so wegen Lucii Person sürgegeben wird, ein Gedicht ist. Bischoff(Sihe droben Bl.91.rc. also hat man weder Grund noch Zeugen, daß den . Vene-Valentianus derjenige gewesen,der dasGebäu von welchem wir reden,erweiteret. Vielweniger ist zu beweisen,daß er daselbst ein Beuedictiner- S. xuzisCloster angeordnet habe. Hat er je etwas gethan,so wird er verschaffet Cioster ein«haben,daß diejenigen, welche dem Gottesdienst der Kirch zu Chur ab-Mhrt 'iwarten sotten, in einer dergleichen Gesellschafft beysammen wohnen ,wie droben Bl. 182. angedeuteter müssen, bey namhafften Kirchen ge-fchehen.Dergleichen Ordnung auch bey den ersten Ktrchen-Dtenerenin Wallts,zu Zürich,rc.gewesen seyn möchte. Daß selbiger Zeit in Hel-vetta andere Clöster gestanden seyen, hat man weder Anzeigungen nochBeweißthümer.Die unverschamtenMeyvungen etlicherMönchen,be-Ob dentreffende das Alterthum des Manen-Psalters,find bekandt (r). Bme-Marien.linuS darf schreiben,eS sey dieser Psalter schon zu BischoffsValentiant Psalter/ rc,Zeiten üblich gewesen.Hingegen meldet Poltdorus Virgtlius (u), daßPetrus ein Einsidehdeffen ^.6.1095.wird gedacht werden, ein Erfinderdesselben seye.Nach Pabsts Pit v.Mynung, hat ihn um c. 121s.

Dominicas ausgebracht (x).Die oder das OKcium l^ariss abersollen um 0 .1056.durch Petrum Damiani aufgebracht, Anfangsallein von denen München desjenigen Ordens, welchen er angerichtet,

(wtewol ungern) geübt: ras5. in einem zu Clermontgehaltenen

Concilio, derfamtltchen Clertsey, endlich auch den Leym zuhalten ge-botten (x) worden seyn. Dd r Un-

(r) (u)Invenr.rcr. I.s.c. A.

isSA. eäirs.(x) Osm.I.6.Lk>.zr.L3ron.^.,v9;.§.;,.Lm.Conc.r,z.