22 2 HelvetischerKirchen-Geschichten ^
N. C. G. diejemgen seyen Thoren, welche am Samstag nicht fasten. Man^4l. Hat es so weit gebracht,daß das Samstag,Fasten in einem 506. zn
Agde,und in diesem 54 zu OrieanS gehaltenen Concilio, allenGesunden geboten worden. Ist aber nm zuverft che^vvn denen Sam-stagen der 4o.tägigen Fasten vor Osteren. Dann daß man alle Sam-stag durch das gantze Jahr faste,wie die heutige Röm.Ktrch thut, wardamals eine gantz unbekandte Sach, auch war es s8r. nicht üb-
lich. Dann ein in gesagtem Jahr zu Maecon gehatenes Conciliumwill,man solle (von S.Martini Tag an, biß zu W vbnacht) fasten amMontag,Mittwoch und Freytag. Hätte man gepflegt m Samstagzufasten, so wäre dessen hie nicht vergessen worden. ZugeschwetM daßzwischen Ostern und Pfingsten wie das hätten auf den Knien, Mal-les fasten, lange Zeit gäntzlich verbotten gewesen.
Art des Weiter gebietet der angeregte Orleanstsche Onon.dLß man amFastens inGonntag Mittag-Mahlzeit halte. Aus diesen Worten folgetdiesem Kir-daß man an den Fasttagen nicht gepflegt zu Mittag zu speisen,dkFastenchm-Mer^rMrete biß auf den spathen Abend; oder in iemiiejumis, an den gemei-neren und geringeren Fast-Tagen,biß um die neunte Stunde, das ist,bißAbends um z.Uhr (y. Diese Gewohnheit war noch bey Lebzeiten Tho-mä Aqmnatts,Utrr ä.e.!274.8. Daß man noch damals, weder in nochaufferder 50. tägigen Fasten, an einem Sonntag fasten dörffen. A-pollonlushat(l<) vormals den Secttrer Montanum gescholten,--«-«x daß erdasGesttz fürgeschrieden vom La-
sten. Von den Rechtgläubigen Christen,wurde auch gefastet, aber mirs
guseäam in Huaäragestmak jejunii oblervarione varieras extirir , sagtder Jesuit Petavius(l): es gieng sehr ungleich bey ihnen her, ne-^ueminor in ciborum äeleüu abstinenriLgueäivsrstras, schreibt jeht-gedachter gelehrte Jesuit. Eben so ungleich gieng es her, in demUnterscheid der Speisen. Socrates (m) und Ntcephorus (n)brauchen hiervon gantz gleiche Wort; mit Vermelden, etliche habenin der Fasten gar von keinen Thieren (hiemit auch von keinen Fischen0) geessen/sondern sich mit Brod,Wasser und Saltz beholffen. Anderehaben Fische, etliche Vögel in der Fasten geeffen, etliche haben sich der
Eyeren,
(i) vrä. V2N. äs jeju. p. ;,y. (Ic) kuked. NiK. LccI l-ib. 4. 2;. ,1)
Lpiplirn. p. z 6 c>. (m) UiÜor. csp. rr- (n) l.ib. i r.csp. Z4. sciäe
^uZuü. c. k»uü. l.ib. ;a. Lsve Erstes Christenkh. I-ib. i. c. 7. laprimis l.su-asrum Viö. Neiler. L.»uo. 1 ?eü. venc. ä p. 478. (0) vjZ. ke-
veregö. k^or. sä Lsnon. Lvacil. yriZ. Z;. »ävers. Iscr, » iro. Lucur
^ z-l.