Helvetischer Kirchen-Geschichten
N. C. G. st Gemeind Gott gedienet tn einem hierzu gewidmeten Gebä«; welches«so. schon vor Dagobetti, ja schon vor Clodovet ^l. Zeiten gestanden seynmöchte, und daß fie gewissePersohnen gehabt,durch welche dieserDienstverrichtet wmde.Deren eigentlicher Zustand und erster Ursprung 0) istunbekandt. SCvriax Ktrch mag wohl die erste Pfarrkirch zuZurtch inher kleinen Stadt gewesen seyn,doch betriegt sich P. Murer, wann erstedie allererste Rirch zu Zürich nennet. Weilen aber Zürich wegen vo-rigen langwtrrigen Kriegen noch zu Ruperti Zeiten tu schlechtem Zu-stand,ihre Ktrch unscheinbar,und für die Anzahl deren damaligen Chri-sten,zu eng möchte gewesen seyn,wolle Rupmus den Ort, an welchemer fich,wo nicht beständig,doch öfters aufgehalten,mit einem ansehenlt-chere» und bequemeren Gebäu zieren, liesse das grosse Münster auffüh-ren.Doch(wte man darfür hattet) nur mit einem Thuen, demlenigennämlich, an welchem ein aus Stein auSgehauener, zu Pferd fitzenderMann,noch heut zu Tag zusehen ist,welches man ein Gedenckmabl desHertzogen Ruperti seyn erachtet. Wolle jemand behaupten,daß gleich,wie das Gebäu erst mit der Zeit M zu solcher Vollkommenheit keinen;also sowohl diese,als Kaysers Caroli Blldnüß an dem anderen Thuen,von derselbigen Nachkommen,alS ein Ehrengedcichtnüß der ersten Gut-- _ , thäteren der Stisst, dahin gesttzet worden, wollen wir hierüber nichtstreiten. Damit aber der Gottesdienst nach Nothdurst verrichtet wurde,bunam an und die Gemeinde zu keinen Zeiten an treuen Dienern Mangel hatte,die Kir. durch welche fie unterrichtet,getröstet,in Kranckheiten besucht, der H.chendicner Sakramenten genoß wurden,hat Rupertus denKtrchendieneren zuZü-daftidst . rich aus feinen eignen Güteren,Zehendeo und anderen Renten, ehrlicheBesoldungen und bequeme Wohnungen verschaffet. Wie aber diestWohnungen beschaffen gewesen, ob die, so der Kirch abwarten müsse»,alle unter einem Dach gewöhnet, oder ob ein jeder seine eigene Behau-sung gehabt,oder ob fie hierin»,wie (tn ä.c. 4s i. erzehkter Massen) an-derstwo geschehen,ihre Freyheit gebraucht, wird nicht gemeldet.
«O' ^ Wtghardu« wendete das Seinige an, an dem Ort, welches (wieA.', er redt) von Alters her Lucern genennet worden. Daselbst habe er in
gleiches j« der Ebk S.Mauritii und seiner Gefellfchafft auch S. Leodegarii, par-»ucern- vum tu§urium,ein klein ^ürrlein (er wolle fein eigen Wem nicht er-beben) erbauen. Dieseswareine ansehenliche Kirch, wird noch heut zuTag genennet,der Hof,oder im Hof, weilen die Königl. Beamtete«daselbst Hofhaltung möchten gehabt haben. Diesem Gebäu fugte
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