Band 
Erster Theil
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_ Drittes Buch. _zri

die Apostel übergeben worden. Daß also die Papisten gar keine ^ ^Urfach haben, uns zufragen, wo unsere Ktrch und Lehr gewesen seye, Dformir-ehe sie durch Zwinglmm,Lutherum, rc. gepredtget worden ? Dann wirre KirchWissen, daß die Rechtgläubige Ktrch, gleichwie von den Zeiten Christi gewesenan WaufConstanttnum (welches im Anhang des 2. Buchs erwiest» vorderworden) also auch von den Zeiten Constantini an, biß auf Carolum ,

keine andere Lehr gehabt, alswir.

Xl i l. Was wollen uns aber die Papisten antworten, so wir fta- Papistengen,wo threinden Canombu8desTrienttschenConctllienthalteneLehr,kö»nenund die aus ihrer täglichen Übung bekäme Gottsdterrstltche Gebräu-s- Kwch /che,in diesem KircheN'Alter gewesen? Im Anfang sothanen Alters,können sie uns hiervon gar nichts, in dem Fort« und Ausgang aber mehr^M.nicht als einen Schein, doch nicht aller sondern allein etlicher zeigen.

So daß,wann die frommen Leut, so in diesem Zeitlauf gelebt, aus demGrab reden könten,die Papisten durch sie gestrafft wurden,daß sie Lin-der seyen die aus der Art geschlagen. Zwar vermeynet Lang, aufOes P.diese Gegen,Frag mit genugsamerAntwort verfasset zuseymalS der hier- Langenvon schreibt: Die Züricherische (und gesamte Helvetische) RirchGvoßspre-ftye (nach den Zeiten der Thebatschen Legion, Hertzog Ruperti,mn Christlichen Glauben gewachsen / nach der heutigen Rö-mischen Lehr und Religion / und habe nie keinen anderenGlauben gehabt/ als den heutigen Römischen (x). Dann sagter,sie haben eben denjenigen Glauben gehabt, den die Kavstr, König inFranckreich,deren Haußmeyer,alle geist-und weltliche Reichs-Fürsten,Btfchöffe,die Coneilia,denen diese Bischöffe beygewohnet, die Sttffterder Kirchen und Elösteren,so in diesem Zeitlauf gelebt,die Mönchen diein diesen Clösteren sich aufgehalten,re. Nun haben (spricht er) diese allekeinen anderen Glauben gehabt als den heutigen Römischen, htemithabe auch die Helvetische Kirch, von den Zelten der Thebeeren biß aufEarolum Ki.von keinem anderen Glauben gewüßt. Er fraget hierauf:Entweder ist unser heutige (Römische) Glaub / der allein selig-machende Glaub oder nicht. Esters Go folget/daß die heu-rige Zwinglische Lehr (also nennet er die Glaubens Lehr der Evan-gelischen Kirch, die doch nicht auf des Zwinglii Lehr, sondern auf dieSchrifften der Apostlen und Propheten gegründet ist) gang irrig /und sectisch seye: Lang wußte, daß wir ihm mit Nein antwortenwerden, biß und so lang man unS beweiset, daß unsere Lehr der Heil.

Schrifft zuwider,die heutigeRömischeaber derH^Schrifft gemäß stye-

deß-

(x) lom. I. x. 6; 6. Lon 5 . x. -74. Lr L p. 64S.