Drittes Buch.
Zr 5
dem mitte! oder demTnddiesesKikchen-A!ters,zumtheilg!eich in ihremAnfang vor gantz 8efäyr^rcheSachen angesehen werden, und vor eine bit-tere Wm-tzel , aus welcher Verwirrung in der Kirch wachsen möchte.
Wie dann allemenfchliche Erfindungen/welche man im Gottesdienstetnschleichrn lasset,schädlich zu seyn pflegen. Daher in denen .vc. 541.
6is. rc. gehaltenen Concilien, wegen des Kirchenguts,der Freystätten,der Clösteren, des Gewalts der Bischoffen, re. ernstliche Ordnungengemache! werden müffen.Doch so man bey solchen Ordnungen geblie-ben wäre,so wäre die Kirch Gottes, vielen Unraths enthebt gewesen.
Aber es hat weit gesichtet. Deßwegen ist das,daß man berührte Wi-ckel mit diesem Zeitlauf beschöncn will, für die Römische Kirch so garkein Betzülf, daß wir vielmehr zwo namhaffte Ursachen haben,sie we-gen solcher Wicklen anzuklagen, daß sie Neulinge seyen. Dann erst-lich fie solche Ding in ihrem Gottesdienst haben,die weder von Christonoch von den Apostlen, gelehrt oder geübt worden. Hiemit find sie vondiesen heiligen Fußstapfen gewichen, nicht wir, die wir uns der erstenApostolischen Einfalt und Freyheit gebrauchen. Demnach find dieDäbstler sonderlich darum für Neuling zuhalten, weilen sie diese Wi-ckel nicht bleiben lassen in dem Stand, in welchem sie bey ihrem Ur-sprung gewesen; sondern zum ärgeren fortgefahren. So daß wannwir sothanerWicklen ersteGestalt,und derselbtgenBeschaffenheit gegeneinander halten,ein überaus grosser Unterscheid sich Herfür thun wird... ,xvn. Will solches dem Wahrheit begierigen Leser in einem undM^anderem darthun. Was ist ungleicher als das alte und heutige Fasten ? Um ai!mAnfangswares an keine gewisse Tag gebunden. An Sams-und Sonn-und heuti-tagen: item zwischen Öfteren und Pfingsten war allesFasten verbocken. M Fa.Dißmahl muß man vor Öfteren 40. Tag, an Sams-und Sonntagen^'nicht weniger als an anderen Tagenmnd alle Samstag durch das gantzeZahrfasten-Man fastete am Freytag,aber auch am Mittwoch,und ent-hielte sich an solchen Tagen biß Nachmittag um z. Uhr aller Speisen;heut zu Tag wird nur gefastet am Freytag; man isset zu Mittag, wersich Fletsch essens enthaltet, der hat schon gefastet, ob er sich schon mitSpetß undTranck anfüllet.Dte ersten Litanien waren öffentliche allge-meine Gebätter, da man mehrmahl übereinander geruffen,
--->-> Herr erbarm dich unser/ mit untergemengten Seufzen, daß singen.Gott seinemVolkdie leidendenPlagen abnebme.Die heutigenLitanienaber richtet man gemeinlich an die H. Jungfrau Maria; man häufletderfelbtgen Ehrer-Tittel,hcrrcket an einen jeden das Ors pro nol,is.bir,re für uns/oder setzet vieler Heiligen Nahmen zusamen, und sagt bey
Qßr jedem/