3i6 Helvetischer Kirchen-Geschichten
L Opferen iedem, Ora pro nobis. Die Päbstlcr sagen, die Meß seye ein Opfer,M die durch dessenKrafft dieSeele aus demFegfeur gerissen,oder die Schmer-Tvdteir tzen derfelbigen gemilderet werden,zu dem End vielMessen für eine einige
See; gehalten und reiche Opfer,Melder ausgetheilet werden. Gallushat für den verstorbnen Columbanum eine Meß gehalten, an dem Tag,an welchem er des Columbaai Tod vernommen, ohne Geld; nicht inMeynung selbigem aus dem Fegfeur zubelffeszdanner war beredt, des,sen Seelacl ?Lrääl6 gauäiL commiArsüe, geniesse himmelischer Freu»den. Hernach hielt er Meß m memormm ranci pacriLzZu dieses feinesVaters Angedencken (f). Crucifix mit der Hand machen, war eine ge-meineWeise man hatte aber darbey ftineFrcyheit.Folgeuds aber würd«im Cru-solches ein Stuck des Gottesdie sts; und bunde man sich an eine gewisseM ma- Zahl Wann der Priester bey dem Altar die Wort ausspricht »s-c äo-na,muß er dreymahlrbey den Wörteren, oblarionem. fünf mahl:
n Vereh- bey anderen zweymahl, re. Creutz machen. Die Vater des Calchedo-rung der nensischen Concilii schreiben an Pabft Lronem, ->daß die H.Euphemia,Heiiigkn. „die in ihrem Hauß gemachten Satzungen des Cor cäii angenommen,^und sie durch den Kayser und die Kayserin, ihrem Bräutigam über-fracht, alle Unruhen gestillet, die Wahrheit bevestnet, und mit Hand„und Zungen, ihrer aller Meynungen beygestimmett, (§). Dann dieseVäter vermeyneten, diese Heilige, nach deren Nahme der Ort, in wel-chem das Concilium zusamen kommen,genennet war,habe für sie gedät-ten,und mit solcher Vorbitt, den glücklichen Austrag des Concilii beför-deret. Wo siehet aber, daß die Vater ein Gebätt an Euphemiam ge-than? Es sollezwar e. 617. Gonzo derH Jungfrau Maria,und dessen Tochter des H.Sleffans VorMt begehret haben. Aber die-ser Gonzo soll kurtz zuvor ein Heyd gewesen seyn.WasWunder wäre eSso er den HeydnisAberglaub, nicht alsobald gäntzlich ablegen können ?Zuoem so haben beyde,Gsnzo und seine Tochter solcheSgethan in denkKirchen, welche nach diesen Heiligen genennet worden, hiemit wurdenvon ihnen nicht vieler; weniger aller; sondern allein desjenigen HetligcnVorbitt begehret,welchem solche Oerter geeignet waren,und halGonzosein Gebätt allein zu Gott gerichtet. Wo siehet aber, daß die recht-gläubigen Chrisien dieses Alters den abgestorbnen heiligen Weyhrauchangezündete Brüderschaffren angestellet,rc. ? Massage ich von dem un-mäfftgen Marien,Dienst? Als die Collyridianer den Grund zu diesemAberglauben legten, wurden sie durch Bischoff Epiphantum (K) deßwe-gen
(5) §lrab. Vir.6»H, I-ib. i. c. r6. (ß) RelÄt. Lonc. LAlclieä.sä I.eooew l.(K) Nxrel: 7S. Sc 7-.