Band 
Erster Theil
JPEG-Download
 

320 Helvetischer Kirchen-Geschichterr _

ConcMt(c). Vieiweniger wurde er gehalten als ein vollmächtiger undunfeh barer Glaubens- Richter.Die wegen der GlaubenS-Lehr entstan-dene StreLtitzketcen,wurden nicht für ihn gebracht,sondern in LenCvnei-lits entscheiden, welche offt,ohne daß man den Pabst befraget zusammenkommen, oder so er einen Ausspruch in einer Sach gethan, wurde sel-biger erst angenommen,nachdem man chn erdauretmnd der H Schafftgemäß seyn befunden. Sihe O. 45 r. Columbanus bat geglaubt,daß nicht allein der Pabst, sondern auch die gantze Röm Kirch, irrenkönne. Ja daß sie beyde geirret haben. Sihe^.c.s.o. Daher mansich in diesem Alter nicht gebunden an die Gebräuche der Röm. Kirch,sondern das K rchenwesen nach gutbefinde« eingerichtet, wie aus baldfolgendem abzunehmen. Fallet hkemit von sich selbst, was Lang sagt(ci),das Alterthum der Züricherischen, oder sämtlichen HelvetischenKirch, bestehe in der Gemeinschaft mit dem Römischen pabst.Daßder Abtzu S.Maurttz^. e.sss. einen Freyhetts-Brief vomPabst erlanget, daßä. e.yoi. ein Bischoff zu Costantz nach Romgereiset, um Oilpentarion anzuhalten, daß O. 7t2. Pipinus inAnsehung Wbstltcher vilposmon, in Helvetia für den rechtmäffiaeyKönig, angenommen worden, sind (wie an seinem Ort zusehen) Un-wahrheiten.

Unterscheid XX- Die Mönchen waren im Land so werth gehalten, baß ihreder ersten Herbergen Der, Gorres-Häuser genennet worden (e). Aberund spä. was gehet solches die heutigen Mönchen an,die von den Maximen undWeisen der ersten Mönchen sich so sehr entfernet ? Dann die erstenMoncgm. Machen diese Lebensgattirng angenomen, nicht in der Meynung denHimmel dardurch zuverdienen, oder daß sie sich einen grösseren Grad derHeiligkeit und Vollkommenheit eingebildet. Mußten auch nicht gelo,den(f), in diesem Stand biß an ihrLebens-End zuve. bleiben, sonderndörfften widerum ausgehen und heyrathen (g)-.welcheFreyheit das Clo-ster Catz und etliche andere,krafft ihrer erstenStifftung biß auf diese Zeitbehalten, sie unterscheideten sich nicht von anderen, durch sonderbareKleidungen,oder andere Lebens-Wetsen,bunden sich an keinen Ort, dasie beständig bleiben wollen, sondern wandleten von einem Ort an denanderen,fo lang die Kräfft ihnen solches zugegeben. Wohneten nicht inStädten,sondern in Wildnüssen,wo ungeheure Drachen, grimtge Bä-ren,rc.

(c) Vici 5 ueur rr L.K-45I. In primis äe Lsnone A Lc 17. Sc Lpiüolsm497. striprsm, 3 P. 6olässt.dlor. sä (lonstir. I'om. r. p. 49. (c!) 1:648. st. 65s. st.(e) Viä.6olä3Ü. ^tem. ;r 43. ( 5 ) Hemmerlin. äs propr. LeliZ. p. m. r». (ß)/ruZuüin. Lpist. 70, Lsrnksrä, kpist. 75. Lons. Horst. dloc. sä Lernst, i;