Band 
Erster Theil
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_ Drit tes Buch.

.»klügsten Köpfselbst,wurden allzu leichkglaubig.Man redete von nichts»anders,als vonWunderwercken,Gesichleren und Erscheinungen.Man„drunge auf die Verehrung der Heiligen und der Reliquien, ohne daß„mandierechte Maas gehalten, und hielte man Mittel-Dinge für„nothwendige Sachen. Die alten Gesetze wurden zwar durch die»Coneilta auf das neue eingeschärft, doch verrohre sich dre Kirchmzucht„je mehr und mehr. Die Reichtag begunten der Ktrch allzuschwer wer-»den Dann in den vorigen Zeiten wurden die zeitlichen (der Kirch zu-„gehörige) Mittel angesehen, als der Armen Reichtag. Jetzund„gienge die Ktrch (er verstehet die Clerisey. sonderlich die Beschösse)

»mit selbigen um als mit ihrem eigenthümlichen Gut, so daß die Con-silia von Verwahrung des Kirchenguts viel Satzungen machen müß-.,ten. Vorhin hat man von solchen Satzungen nichts gewußt. Die„Lateinische Kirch, hat das Ehe-Verbott biß aufdie Oiaconos hinaus,.erftreckt.Doch aufdaß dte Kirchendiener ohne Verdacht lebten, mußte»man das Verbott,fremde Weiber bey sich zuhaben,osst undmttneuem„Ernst widerholen. Man hatdenBischthümeren mit Ehrgeitz nach-„gestellt und sind viel darzugelangetzdenenesan Gelehrte,an Beriten,

„an Tüchtigkeit gemanglet» Etliche Päbst haben Vortheil gesucht, an„welche dersclbigen Vorfahren niemahl gedacht. Einige Schmeichler„haben diesen nachgegeben, und sie bereden wollen, sie haben den höch-„sten Gewalt und seyen über die Eoncilta. Aber die frömmsten unter»den Päbften haben solches Vorgeben verworffen, und es für die grös-«seste Ehr gehalten, daß die Kirchen Satzungen erhalten werden.

xxv. Der Zustand der Kirchen im Vtt. und vm. Jahrhun-Und imdert, und die darinn fürgefallenen Aenderungen, werden von gedachtem Xgelehrten Mann (-) also entworffen: „Die öffentliche Büß hat obchieIahMlv„heimliche hat zugenommen,und war die Ohrenbeicht gemein (a).Diedert.„Priester haben das tägliche Meßwesen, für ein fürtreflich Stuck des«Gottcsdienfts gehalten. Das H. Abendmahl wurde unter beyden Ge-halten zuaedienet Das Opfer-Brod wurde kleiner gemachet als vor-„mablß. In den meisten Abendländischen, mit Nahmen in den Fran-zösischen Kirchen, sind die Gebräuch und Ceremonien der RömischenMch eingeführt worden. Die Päbst find durch die Verehrung,welche, Vipinus an die Röm Ktrch gethan, zu mächtigen weltlichen Für-„sten worden,und durch ihre Simones haben sie auch ihren geistlichen„Gewaltausgebreitet. Die Unwissenheit und Freyheitder Bifchöffen

und

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