z ZO_Helvetischer Kirchen-Geschtchten
ausgebreitet haben.Wir wollen hier nur so vieldarvon reden, als wirdurch die droben ausgeführten Historien verkettet werden. Wir habengezctget/daß unter diesen Neuerungen einige, r icht durch Beratdschla-gung frommer Bischöffen und anderer verständigen Versöhnen, sonderndurch schwache und abergläubigeWeiber,andere aber durchSectirischeKopsaufdie Bahn gebracht, hingegen von den Verständigen gttadlct,und von den Rechtgläubigen, in und äußert den Concilien verworffmworden.Dte Egypter waren die ersten,von welchen dieselig Verstorbe-nen durchVerwahrung ihrerGebetnen verehret worden.Sihe Bl.207.Die Arianer waren,so viel man weißt, die ersten, welche die Leiber derHeiligen ausgegraben,und in die Kirchen geleget. Sihe auch daselbst.Im folgenden § 47.wird gedacht der Verehrung der Englen. Wer hat1» selbiger den Anfang gemschet? Theodorctus meldet (I), es seyenLeut iuPhrygia und Pisidia gewesen, welche darvor gehalten,weilen dasGesatz durch die Engel gegeben worden, seyen sie unsere Mittler beyGott,und haben mitNahmen S.Michael zu Ehren eine Kirch gebauet.Aber das ä.c.;64.zuLaodicea gehaltene Concilium,habe ausdrücklichdas Anrüsten der H.Engken verbotten.Dte Litanien sind zwar durckBi-fthoff Mamertum eingeführt worden. Aber solte daS,so an einem Ort,und zu einer höchst traurigen Zeit geschehen, der gantzen Kirch zu allenZeiten aufgebürdet werden?Wie viel hat man den Juden,ja denHeyden(m) abentlehnet ? Sollen aber die Gläubigen mit den Ungläubigen aneinem Joch ziehen? Paulus ist «denen falschen Brüdern so neben ein-„komm waren, unsere Freyheit in Christo zuverkundschafften, damit sie„uns unter die Knechtschaffi bringen,nicht eine Stund gewichen,Unter-than zuseyn,auf daß die Wahrheit des Evangeliums verbleibe,Qsi.r-4. 5. Die Freyheit kan nicht geschwächet werden, daß nicht zugleich dieWahrheit Gefahr und Schaden leide.Pauluö ist dem H.Apostel Pe-tro selbst „unter Augen widerstanden, als den er strafwürdig geachtet,„und geurtheilt, er wandle nicht richtig nach der Wahrheit des Evan-geliums, darum daß Petrus die Heyden zwingen wollen Jüdisch zu„ieben, Qal.2.n. ,4. Was hätte Paulus wohl gethan, so jemand hättedie Christen minaen wollen Heydnisch zuleben;bey dem HeydntschenGotteedierst übliche Sachen, bey dem Christlichenzutreiben?Jch willaber alles kvrtz zusammen fasten mit den Worten Augustini (n): „Diese»Dirg (schreibt er) sind weder t» H.Schrifft enthalten, noch von den„Versamlungen der Bischcffen geordnet,haben auch von der Gewohn-heit
(!) In OnIo^rriS. ZÜ7. sm) Nebel, ^»riquir.l.ib. ». Looformitö äerLeremvL t-exer ttiü. ^stäens. p. 178. (n) Lxiü, l l§. sä /»nusr.