Z44 Helvetischer KirchenGeschichten. _
KLN (als welche Pädstlichen kavor gesucht,) Ghör gefunden. Mitdiesen Waffen hat Bonifacius,wider die Teutsche Kirch, ; 6. Jahr ge-stritten,und über einen grossen Theil derfelbigen gcstget. Erveranlaffetenicht nur etliche Engelländischen Mönchen.', daß ste in Teutschlandkommen sind: sondern auch etliche Nonnen, unter welchen eine Liobaoder Lieba geheiffen.Dtese hatte er so lieb, daß er kurtz vor feinem Todbegehret, sie solle nach ihrem Absterben zu ihm in sein Grab gelegt wer-den.Wie werth muß ihme die Gesellschasst dieser Persohn gewesen seynin seinem Leben?Er machte sich um den Pabst sowol verdienet,daß ihmeGregorius M.den Ertzbischöffltchen Tittel gegeben,ehe er einer gewis-sen Kirch vorgestanden,nachdem aber der Mayntztsche Bischoff, nichtohne Bonifaeii hinzuthun,versteifen worden.kam er an dessen statt,undwurde selbiges Bischthum, in ein Ertzbischthum verwandlet (u).
Und Pir- xl..Pirminius war Bonifaeii guter Bekandtcr,und nach etlicherm»Mlm. Meynung, selbst ein dergleichen Römischer LmiiHriu8 , durch welchenPabst Gregorius n. in Alemannia und Rhcitia eben dasjenige gesucht,was tnBayeren,Nieder.Teutschland,und anderstwo durchBontfacium.Sthe Bl.r8r.289. Sie erspracheten sich zu Hornbach wie derSrandder Larholisctren (also redet Lang (x) von der Römischen, und der-., ^ jenigen Kirch,die sich dem Pabst als ihrem Haupt unterwirffet) Lirchin erhöhet werden möchte. Gewiß ists, daß er die Mönchen in Helve-Hcivelia tia und dvrtherum starck fortgepflantzet, welche Lebens,Gattung, ob sieden Mö„, gleich in guterMeynung in die Kirch Gottes eingeführt worden,doch ei-chcnstand ne Pflantz ist,die der himmlische Vater nicht gepflantzet, und endlichU eine bittere Wurtzel worden, aus deren viel der reinen Lehr(v) nach-8bia!r thciliges erwachsen,und durch deren Mittel dieRömischeGebrauch undKirch. Aberglaub wie ein Krebs um sich gefrcffen.Ja es wäre darzuthun, daß(wie Herr Sueur (?) redet,) die meiste in die Kirch ringesch'.icheneIrrthum und Aberglauben,durch die Mönchen aufgebracht worden.Einfüh. xi^i. Vor allen Dingen ist hiervon zubemercken,daß diese Lebens-dieses Ggttu-g in Helvetia bekandt worden lang nach dem man das Evange-Helvekiam ltum gepredigct, und daß die ersten Einfidler die im Land gewöhnet,durch die frembde gewefe, ohne welche man nichts hiervon gewußt hätte,ohne daßSchott- die HelvetischenKirchen deßwegen desto schlechtereCbristen gewesen wä-
lander. rxn.Die durch welche die Möncherey in das Land gebracht worden seyn
soll,waren Fridoltnus,Columbanus,GalluS,rc.alle Schottländer.Die-se Nation solle allezeit gern gcwandlet haben,und soll nicht bald etnVolk
sey«,
(u) Viä. Ur6n. äs orix. kcclet. 6ermLN. 89. (x) lom.i». prz. Z4Z. ()-)SxLllk. di. L. lec. 7. arr. z. (r.) L. 406. x. 4;.