Band 
Erster Theil
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Drittes Buch.

Z57

„Galt habe sich bey Leben und nach MemTod,um das gantze Zürich-„gäu so hoch verdient gemachet, daß ihn (die Züricher) billig für ihren„Patron und Schirmherr halten sollen. Solches thäten sie, wann er„nur kein Mönch gewesen wäre. Aberdiestr Mann thut den Refor-mirten unrecht. Wer hak unterstanden, des Galli Gedächtnuß zutü-schen?Wer hat dksscnHißorie vecfälschet?Was solde sie hierzu bewegen?

Wir beklagen vielmehr, daß die Geschichten dieses flocken Manns, erstlang nach dessen Tod,zu Papier kocken, und zwar durch Mönchen, unddurch der einten Einfalt,und der anderen Boßheit,verfälschet worden.

GalluS hat im Tur-oder Zürichgäu gelebt, aber nicht als ein Mönch,hat auch keine Güter hinterlassen bey de en man sich wärmen könne.

Aber die spätheren unamgen Mönchen haben unter dem Vorwand,siewollen in dte Fußstapftn Galli trettenchen guten Nahmen, welchen derarme Gallus hinterlassen,mißbraucht,und sich dardnrch reich gemachet.

Wann sie bey des Galli Portion leben müßten hätten sie nicht so schwe-re BäuchMd hielten mehr aufGottes Wort. Entunehren wir dannGallum in dem, daß wir ihn nicht für unseren Schirm-Hciltgen ha!»ten?Wcr unter dem Schirm des Allerhöchsten ist,der bcdarfkeinen an-deren Schutzberren im Himmel. Oder darinn,daß wir nicht,wie Gal,lus gethan haben soll Ketten um den Leib tragen die Reliquien, dasCreutz,re. nicht verehren? Aber ä. es kan nicht genugsam dargekhanwerden was Galli,oder Frtdolini,oder Martini,rc. eigentliche Mey-nung über diese und andere dergleichen heut zu Tag streitige Artickelgewesen; fintemah! weder durch sie selbst, noch durch andere damahl le-bende von der Lehr, die sie mit sich in diese Land gebracht, etwas aufge-zeichnet worden. k. So Gallus rc. auf solche Weise Gott zudienen,seinen Leib zu casteyen re.vermeynet,hat er anders gethan und gelehrt,als die Tdebeer oder erste Pstantzer de Christ! Religion,deßwegenGal-li Lehr nicht so rein gewesen hiemit nicht so hoch zu ha ten wäre,als d eLehr deren,welche vor ifmmdas Zürichgäu kecken. Er giengzuSchulbey den Mönchen. Nun sind die Mönchen nie ohne Aberglauben ge-wesene. Ist man schuldig bey allem zu bleiben (i), was derjenige ge-Ob dieglaubt durch den ein Land oder ein Theil dcffelbigen bekehrt worden ? HelvetischeChristus ist derjenige, dessen Lehrjünger nicht begehren sollen mehr zu-AO des,wissen,oder zu seyn,als ihr Meister.Der aber durch einen blossen Men- W Mfchen unterrichtet wird ka?r durch fleißige Betrachtung derZeugnustejne Regelftn Gottes so weit körnen,daß er sagen darf: Ich bin verständiger als halten

Wwz alle müsse r

(i) Viä. Voer-vilxur. lom.r» xsZ. 57L.