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Beschreibung
Truppen dahin. Die Corsen waren nicht im Stande,einer solchen Macht zu widerstehen. Sie legten ihreWaffen unter der Bedingung nieder, daß ein FriedeMischen ihnen und den Genuesern unter der Garantiedes Kaisers sollte geschlossen werden.
Die Republik trat diesem Vergleiche bey, unddie Corsen willigten darein, daß ihre drey Ober-häupter, nebst dem Herrn Aitelli einem Pievan vongroßen Ansehen, nach Genua als Geißeln abgehensollten.
Diese wurden auch sogleich dahin abgeführet,indem sie keine Verletzung des Versprechens befürchttetcn, welches man ihnen wegen ihrer Sicherheitgethan hatte. Die Ligurier waren dem ungeachtetgeneigt, ste ums Leben zu bringen, und ihr Ministerzu Wien hatte bereits die Einwilligung des Kaiserserhalten. Doch der Prinz von Würtemberg, wel-cher hernach in der Schlacht bey Guastalla ums Le-ben kam, ein sehr tapferer und braver Prinz, schickteeinen Courier an den Kaiser mit einem sehr be-weglichen Schreiben, worinnen er vorstellte, wiesehr die Ehre des Kaisers darunter leiden würde,wenn er in den Tod derer willigte, die sich aufdas Wort seines geheiligten Schutzes ergeben hatten.Eben dieses wurde durch dcn edelmüthigen Vorspruchdes großen Prinzen Eugen von Savoyen unterstützet,und man schickte sogleich Verhaftungsbefehle nachGenua, die Geißeln auf freyen Fuß zu stellen.Giafferi und Aitelli giengcn beyde nach Corsica.Eeccaldi begab sich nach Spanien, wo er als Oberster
starb.