174 Beschreibung
Entweder die Freyheit oder die schrecklichste Sklave*rey. Um nicht in die Sklaverey zu fallen, ist derKrieg nöthig. Den Krieg auszuhalten, braucht manTruppen. Diese zu bezahlen waren die Auflagennicht hinreichend, die man auf die weltlichen legte.Man setzte daher in einer Versammlung feste, vonden Geistlichen, nach dem Beyspiele des heil. Petrusund aller Fürsten, Subsidien zu nehmen. Die Für*sten aber, sagt man, unterhalten keine rebellischeTruppen. Truppen, welche die Freyheit, das Le-ben, die Ehre, und das Vaterland von den unge-rechtesten Unterdrückungen befreyen, sind heiliger,verehrungswürdiger und christlicher als die Truppeneines Creutzzuges. Zweyrens, weil eben deswegen,um die Genueser aus diesem Reich zu verjagen, Ve-nedict der Eilfte dem König Jacob von Arragonieu,auf drey Jahre die Zehenden verliehen. Nun aber,wenn der Fall eben derselbe, die Noth noch größerist, und die Umstände noch dringender sind, wärmnsollte es ietzo nicht erlaubt seyn, was doch damalserlaubt war. Drittens, weil keiner von unsernVischöffen zu den Unkosten dieses Krieges verbundenist, wovon sie doch bisher allein Nutzen gehabt, in-dem sie eine heilige Mütze erhalten, die sie in tausendJahren des Friedens nicht würden erlangt haben.Wie? Die Weltlichen haben einen ganzen Stromvon Blut vergossen, um ihnen ein so schönes Capi-tal zu erwerben. Sie werden sich also auch zeigen,um einigen Nutzen davon zu haben; und zwar umdestomehr, da man alles nur dazu anwendet, der
Nation