einet Reift nach Corsica. 249
die rund um mich herum stunden, war sehr erqui-ckend. Als ich immer weiter gieng; so sahe ich vielecorsische Bauern, die eilend aus ihren Hütten her-aus liefen; und weil sie alle bewafnet waren, sokonnte ich auch nunmehr begreifen, wie die erschro-ckene Einbildungskraft des oben erwähnten Gesellendes Wundarztes, sich so viele Meuchelmörder hatvorstellen können..
Der Mann selbst, der mein Reisegerathe trug,war bewafnet, und würde mich gewiß, wenn ichfurchtsam gewesen wäre, in Unruhe gcsehct haben.Allein, wir waren beyde sehr gute Gesellschafter.Da es dunkel wurde, so erinnerte ich mich an dieVerse aus einer schönen Stelle im Ariosto:
L pur per tetvs olcurs o cLÜ.1rmlciue vsn, tenr» sospctro sverll.
xkiosi'n k.
Ich übergab dem Herrn Antonetti den Briefvor seinen verstorbenen Vetter. Er las ihn, undcmpfieng mich mit unverstellter Aufrichtigkeit, undentschuldigte sich wegen der ländlichen Bewirthung;'versicherte mich aber, daß ihm mein Zuspruch sehrangenehm wäre. Seine wahre und gütige Gast-freyheit zeigetc sich auch darinne, daß er vor meinenBedienten, einem ehrlichen Schweizer, der gerneaß und trank, Sorge trug.
Ich hatte mir eine seltsame Vorstellung gemacht,daß ich in Eorsica von dem, was ich in andern Län-dern gesehen hatte, alles ganz verschieden antreffenL» 5 würde.