einer Reise nach Corsica. 257
rund um ihren Hals befestiget, womit wir sie so gutals wir konnten, regieren mußten.
Zu Corte machte ich den höchsten Etaatsrathenmeine Aufwartung, und überbrachte einem davon,dem Herrn Voccociampe einen Brief vorn HerrnVarbaggi: Man einpfieng mich schr höflich, undführte mich in das Frauciscanerkloster, wo mir dasZimmer des Paolt angewiesen wurde, der eben da-mals auf einige Tage jenseit der Gebirge verreiset war,und ein Syndicatgerichte in einem Dorfe Sollacarohielt.
Da der General sich bisweilen in diesem Klosteraufzuhalten pflegte, so hatten auch die Patres einbesseres Anschn als ich auf oer ganzen Insel bemerkt.HM. Ich war hier größtentheils in der Begleitungdes Priors, eines muthigen Gottesgelehrtcn, derehemals bey der Armee gewesen war, und des P.Julio, eines sehr geschickten Mannes, der mich nochimmer mit seinen Briefen beehret.
Diese Religiösen haben einen guten Weinbergund einen vortreflichen Garten. Sie hatten über-dieses auf zo bis 40 Bicnenhaufen in langen hölzer-nen Behältnissen oder Stöcken von Bäumen, diemit Baumrinde zugedecket sind. Wenn sie Honigbrauchen, so brennen sie ein wenig Wacholderholzan, dessen Rauch die Bienen vertreibet. Sie neh-men alsdann ein eisernes Instrument mit einen, schar-fen Haken an dem einen Ende desselben, zieyen da-mit den größten Theil des Honigs heraus, undlassen nur ein wenig davon für die Bienen übrig,R welche