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einer Reise nach Corsica.
niß wider seine Hausfrau ablegte. Seine Händewaren so erbärmlich verbrannt, daß man es ohneMitleiden nicht ansehen konnte. Ich fragte ihn,warum er ein solches Verbrechen begangen habe,worauf er antwortete: „weil ich keinen Verstand„hatte». Das Frauenzimmer schien von einer küh-nen und unerschrockenen Gemüthsart zu seyn. Siesprach mit großer Standhaftigkeit, und leugneteihre Schuld, indem sie mit einem verächtlichen Lä-chcln sagte und auf ihren Bedienten wieß: „Sie„können diese arme Creatur zwingen zu sagen, was„ihnen beliebet».
Der corfische Henker war ebenfalls eine artigeSeltenheit. Er war in der größten Verachtung,und durste nicht wie ein anderer Einwohner der In-sel leben. Er mußte seine Zuflucht zu dem Eastellnehmen, woselbst er in einem kleinen Thürmgen imWinkel nur eben so viel Platz zu einem schlechtenBette und zum Feuer hatte, daß er sein Essen, wel-ches kaum hinlänglich war ihn beym Leben zu er-halten, selbst zurichten konnte, weil niemand mitihm einige Gemeinschaft haben wollte, und ihmJedermann den Rücken zukehrte. Ich gieng hin-auf und besähe ihn; und niemals habe ich etwasunflätigeres und erbärmlicheres gesehen. Er schienseinen eigenen Zustand zu fühlen, und hielt seinenKopf wie ein Verabscheuter und Verlassener, bestän-dig nieder.
Man konnte lange Zeit zuvor keinen Henker inCorsica bekommen, so daß die Strafe des GalgensR z kaum