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Tagebuch
hatte zu Neapel verschiedene irrlandische Herren alsOfficiere in diesem Dienste gekannt, und weil er ei»ne große Geschicklichkcit in Erlernung der Sprachenbesitzt, so hatte er von ihnen auch das Englische ge-lernet. Da er aber in zehen Jahren ohne Uebungim Sprechen gewesen war, so sprach er es auch sehrlangsam. Man konnte wohl merken, daß er dieWorte wußte, allein aus Mangel einer gleichsammechanischen Uebung, wurde es ihm schwer, sich sogleich auszudrücken.
Ich vergnügte mich an seiner englischen Bi-bliothek. Sie bestund aus einigen Theilen desQaror und IKclee, ferner aus ?ope's Lll'gy on6ul!iver's Dravels, Ijgrcla^'s kor
rlie (Zu9ker8, und einigen andern. Ich versprachihm, noch einige englische Bücher zu schicken, undhabe ihm auch hernach die Werke eines HarringtonSidney, Addison, Trenchard, Gordon, und ande-re Schriftsteller, welche die Freyheit vertheidigethaben, nebst vielen moralischen, historischen und un-terhaltenden Schriften, geschickt.
Er überzeugete mich bald, daß er unsere Spra-che sehr wohl verstehe, indem ich mir die Freyheitnahm, ihm eine Abhandlung zu überreichen, welcheich über die Vortheile, die Großbritannien aus ei-ner Allianz mit Corsica ziehen könnte, aufgesetzethatte, und welche er mit der größten Fertigkeit insItaliänische übersetzte. Er hat mir nachher mehrBeweise von seiner Kenntniß unserer Sprache durchseine Antworten aus die Briefe, welche ich die Ehre
gehabt